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„Tag des Artenschutzes“: Knapp 2 Millionen Wildtiere in 10 Jahren nach Deutschland importiert

 
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PETA kritisiert Milliardengeschäft mit bedrohten Tierarten

Stand März 2013
Gerlingen, 1. März 2013 – Der Wildtierhandel blüht. Wie erschreckend das Ausmaß auch in Deutschland ist, zeigen neueste Zahlen der Bundesregierung. Zwischen 2002 und 2011 wurden insgesamt mehr als 1.923.000 Säugetiere, Reptilien, Vögel, Knochenfische, Spinnentiere und Amphibien in die Bundesrepublik importiert – dabei sind ausschließlich bedrohte Tierarten in der Statistik gelistet. 947.000 der Tiere wurden in freier Wildbahn gefangen. In Massen werden die sensiblen Lebewesen anschließend über Unterhändler verkauft. Lange Transportwege und eine ungenügende Versorgung führen zu hohen Todesraten, schon bevor die Tiere ihren Bestimmungsort erreichen. Zum „Tag des Artenschutzes“ am 3. März appelliert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. an die Bundesregierung, den kommerziellen Handel mit Wildtieren zu verbieten.

„In der Bundesrepublik werden selbst Faultiere, Affen und Krokodile unkontrolliert gehandelt“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Der ausufernde Import saugt die letzten artenreichen Wälder förmlich leer. Gleichzeitig registrieren Amtsveterinäre immer mehr Tierleid in deutschen Wohnzimmern.“

Eine Recherche von PETA USA bei dem Wildtierimporteur U.S. Global Exotics (USGE) in Arlington, Texas, zeigt den Alltag des Wildtierhandels. In winzige Plastikbehältnisse verpackt warten Tiere wie Schlangen, Schildkröten oder Echsen über Tage oder Wochen darauf, an Zoohandlungen oder Privathändler verschickt zu werden – oft ohne Wasser oder Nahrung. Auch Säugetiere werden auf engstem Raum gehalten. Aufgrund von Stress und Platzmangel verletzen sich viele der Tiere gegenseitig. Ein Großteil der in deutschen Zoohandlungen angebotenen Wildfänge ist in einem katastrophalen Zustand: Krankheiten, Verletzungen und Nahrungsverweigerung lassen über 90 Prozent der Tiere noch im ersten Jahr sterben.

Exotische Tiere (hier eine Bartagame auf der „Terraristika“ in Hamm) werden auf einschlägigen Börsen wie Ware gehandelt / © PETA

Bild in druckfähiger Auflösung

Weitere Informationen:
PETA.de/USGE

Kontakt:
Bartek Langer, 01756 17828-27, BartekL@peta.de