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Tausende Ferkel sterben bei erneutem Großbrand in Ruhlsdorfer Mastanlage

 
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PETA stellt zweite Strafanzeige gegen Landwirt

Stand Juni 2015
Frankfurt/Oder / Ruhlsdorf / Stuttgart, 2. Juni 2015 – Kein Entkommen: Bei einem Großbrand in einer sogenannten Mastanlage in Ruhlsdorf starben am vergangenen Donnerstag laut Medienberichten bis zu 2500 Ferkel – die Tiere konnten nach Ausbruch des Feuers nicht rechtzeitig evakuiert werden. Bereits im Juli 2014 brannte eine Stallanlage desselben Mästers, 1300 Tiere verendeten qualvoll. PETA Deutschland e.V. hat nun bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder erneut Strafanzeige gegen den Betreiber der Stallanlage gestellt. Der Vorwurf: Durch unzureichende Brandschutzmaßnahmen von wurde bewusst in Kauf genommen, dass die Tiere bei einem Feuer ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen.
 
„Es ist unvorstellbar, dass derselbe Mäster zum zweiten Mal den Brandtod tausender Tiere zu verantworten hat“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Wir fordern, ein umgehendes Tierhalteverbot für den Landwirt, denn offensichtlich ist er der Verantwortung seiner Position nicht gewachsen.“
 
Für die Ernährungsindustrie sind Tiere ein reines Produktionsgut. Verbrennen oder ersticken in einem Stall tausende Tiere, wird allein der entstandene Sachschaden berechnet. In der Tierhalteindustrie bedeutet jedoch nicht nur ein Brandfall Leid und Tod. Egal ob Rind, Schwein oder Geflügel, egal ob konventionelle oder ökologische Haltung: Tiere als leidensfähige Lebewesen werden anhand ihrer Leistung und ihres Nutzens für den Menschen beurteilt. Für Fleisch, Milch und Eier werden sie ausgebeutet und getötet, obwohl sie ihr natürliches Lebensalter nicht annähernd erreicht haben. Im Schlachthaus ist das Leiden noch nicht beendet: Kopfüber an einem Bein aufgehängt wird ihnen die Kehle durchtrennt, Millionen Tiere sind dabei nicht ausreichend betäubt.
 
Die Tierrechtsorganisation setzt sich für eine moderne Definition der Grundnahrungsmittel ein: Bislang wurden hierzu unter anderem Fleisch und andere tierische Produkte gezählt und dementsprechend günstiger besteuert. Doch sollten aus ernährungsphysiologischer, ökologischer und tierrechtlicher Sicht keine tierischen Produkte, sondern pflanzliche Eiweißquellen die Proteine für die menschliche Ernährung liefern. PETA fordert die Politik auf, tierische Produkte aus der Liste der Grundnahrungsmittel zu streichen und dafür gesunde Lebensmittel mit einem verminderten Steuersatz zu belegen.
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, gegessen zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 

Weitere Informationen:
PETA.de/Lifestyle
PETA.de/Themen/Ernährung
Veganstart.de
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de