»  »  »  » TERMIN: Blutige PETA-Aktion gegen Pelz vor dem Meller Rathaus, Mittwoch, 14. November / 11:20 Uhr

TERMIN: Blutige PETA-Aktion gegen Pelz vor dem Meller Rathaus, Mittwoch, 14. November / 11:20 Uhr

Stand November 2012
Melle / Gerlingen, 12. November 2012 – „Pelz ist tot“ – unter diesem Motto veranstaltet die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. am kommenden Mittwoch eine aufsehenerregende Aktion vor dem Meller Rathaus. PETA-Unterstützer, verkleidet als Sensenmänner, werden dabei blutüberströmte Pelzmäntel in die Höhe heben. Mit der provokanten Aktion macht die Organisation auf das Leiden der Nerze in deutschen Pelzfarmen aufmerksam. Auch auf der Nerzfarm vom Präsidenten des Zentralverbandes Deutscher Pelztierzüchter e.V., Alfons Grosser, in Melle mussten bis vor Kurzem hunderte Nerze in winzigen Käfigen ohne Wasser ausharren, bevor sie für „Modezwecke“ getötet wurden. Grosser betreibt noch weitere Farmen in der Nähe von Bielefeld, in Söllichau, Frankenförde und Grabow und gilt damit als größter Nerzfarmbetreiber Deutschlands.

„In Deutschland werden noch zwölf Pelzfarmen illegal betrieben “, so Patrique-Robert Noetzel, Aktionskoordinator bei PETA. “Tausende PETA-Unterstützer fordern Alfons Grosser als Präsident des Zentralverbandes Deutscher Pelztierzüchter dazu auf, die aktuellen Rechtsstreitigkeiten beizulegen und seine vier Nerzfarmen endlich stillzulegen .“

Trotz entsprechender Verordnung existieren noch zwölf illegale Nerzfarmen in Deutschland. Nach knapp 15 Jahren Beratungszeit hat die Bundesregierung 2006 erstmals Haltungsvorgaben für Tiere auf Pelzfarmen beschlossen. Nach fünf Jahren Übergangsfrist ist am 11. Dezember 2011 die dritte Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) in Kraft getreten. Nerzkäfige dürfen seitdem nicht mehr übereinander gestapelt werden und jedem Nerz muss mindestens ein Quadratmeter, bei einer Minimum-Käfiggröße von drei Quadratmetern, zur Verfügung stehen. Die Nerzfarmbetreiber klagen derzeit gegen die bevorstehenden Schließungen.

PETA weist darauf hin, dass sich der Bundesrat im vergangenen Juli für ein grundsätzliches Haltungsverbot von Tieren auf Pelzfarmen aussprach. Dabei argumentierte der Agrarausschuss des Bundesrats: „Es besteht kein vernünftiger Grund, Pelztiere zur Pelzgewinnung zu halten und zu töten.“

In einer interaktiven Deutschlandkarte hat PETA Informationen zu den illegalen Nerzfarmen zusammengetragen.

WANN & WO:
Mittwoch, 14. November, 11:20 Uhr, Rathaus Melle

Tierquälerei auf Nerzfarmen / © PETA Das Foto ist auf Anfrage in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen:
PETA.de/Illegalepelzfarmen
Pelzfarm.info

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de