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TERMIN: Menschliche Melkmaschinen – PETA-Protest gegen die Milchindustrie in Hamburg / Freitag, 31. Mai 2013, 11:30 Uhr

 
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Stand Mai 2013
Druckfähiges Bildmaterial steht im Anschluss an die Aktion hier zur Verfügung

Hamburg / Gerlingen, 29. Mai 2013 – Dicht aneinandergedrängt, gefesselt und mit Absaugetrichtern an den Brüsten protestieren Unterstützerinnen der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. am Freitag um 11:30 Uhr in Hamburg am Jungfernstieg (Nähe Tee Gschwender). Kurz vor dem „Tag der Milch“ am 1. Juni solidarisieren sich die Frauen in dem symbolischen Akt mit den Millionen Kühen, die jährlich in Deutschland von der Milchindustrie zu Produktionsmaschinen degradiert werden. Die fünf größten Unternehmen in der Milchbranche – Nestlé, Danone, Lactalis, FrieslandCampina und Arla Foods – machten 2010 rund 60 Milliarden Euro Umsatz mit Milchprodukten. Doch nicht nur die Industrie fördert den Absatz ihrer Erzeugnisse durch Werbung, auch die EU bestärkt den Milchkonsum – unter anderem durch das EU-Schulmilchprogramm.

„Die Milchlobby versucht, Verbrauchern mit aufwändigen Kampagnen die scheinbar positiven Aspekte der Milch vorzugaukeln“, so PETA-Aktionskoordinator Patrique-Robert Noetzel. „Dabei werden die Qualen, die Kühe tagtäglich in der Milchindustrie erleiden, schlichtweg vertuscht.“

Um den Milchdurst der Bundesbürger zu stillen, werden Kühe durch künstliche Besamung geschwängert. Nach nur wenigen Tagen trennen Milchbauern die Mütter von ihren Kälbern. Während die Kuh nun die Milch produziert, die für ihr Junges bestimmt ist, werden die Kälber in sogenannten „Kälberboxen“ mit künstlicher Nahrung versorgt. Insbesondere für männliche Kälbchen endet das Leben nach nur wenigen Monaten im Schlachthaus. Rund 1.730 Tonnen Antibiotika wurden allein 2011 an Tierärzte in der EU abgegeben und zum Großteil für die Behandlung erkrankter Tiere in Mastanlegen eingesetzt. Mit jedem Schluck Milch nehmen Verbraucher also nicht nur Cholesterin, sondern auch Rückstände von Antibiotika auf, die gefährliche Resistenzen fördern können.

Artfremde Muttermilch kann zudem zur Entwicklung verschiedener Krankheiten beitragen. Prof. Dr. Bodo Melnik von der Universität Osnabrück führt unreine Haut und Übergewicht auf den Konsum von Milch zurück. Der Mediziner kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass der übermäßige Konsum von Milch in der Pubertät Akne, Kurzsichtigkeit, Diabetes und sogar Prostatakrebs im Alter fördert. Trotzdem subventioniert die EU-Kommission den Milchkonsum allein in Deutschland mit jährlich rund 17 Millionen Euro. Unter anderem werden Kinder im EU-Schulmilchprogramm an Milchprodukte herangeführt.

WANN & WO?
Freitag, 31. Mai 2013, 11:30 Uhr, Jungfernstieg (Nähe Tee Gschwender), Hamburg



Weitere Informationen:
PETA.de/Milch

Kontakt vor Ort:

Patrique-Robert Noetzel, 0173-2918134


Kontakt:
Judith Stich, 030 6832666-04, JudithS@peta.de