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Termineinladung: „Christian Schmidt als Marionette der Fleischindustrie“ – PETA-Aktion vor der „Grünen Woche“ in Berlin / 19. Januar 2017, 10:30 – 12 Uhr

 
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Stand Januar 2017
Berlin / Stuttgart, 17. Januar 2017 – Bundesminister als Fleischlobbyist: Während der Pressekonferenz mit Christian Schmidt (CSU) kurz vor Beginn der „Grünen Woche“ am 19. Januar in Berlin zeigt die Tierrechtsorganisation PETA mit einem lebenden Puppenspiel auf, warum die Bundesregierung dem Tierschutz keinerlei Bedeutung beimisst: Ein Marionettenspieler, der die Fleischindustrie repräsentiert, führt ab 10:30 Uhr auf dem Messegelände über Fäden einen als Christian Schmidt verkleideten PETA-Unterstützer. Die Fleischindustrie lässt die willfährige Christian Schmidt-Marionette lachend und tanzend mit Fleischprodukten in der Hand auftreten. Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft hatte sich Ende Dezember erneut als Sprachrohr der Fleischlobby geoutet, als er einen höheren Schweinefleisch-Verzehr an Schulen sowie ein Verbot von Fleisch- und Wurstbezeichnungen für vegane Produkte forderte. Jegliche Tierschutzinitiativen, um den legalisierten millionenfachen Tierquälereien in den Ställen und Schlachthäusern der deutschen Agrarindustrie zu begegnen, werden dagegen von seinem Ministerium im Keim erstickt. PETA fordert aus Gründen des Tierschutzes, des Klimaschutzes und des Umweltschutzes einen politischen Richtungswechsel in der Agrarpolitik zur Förderung der ausgewogenen pflanzlichen Ernährung.
 
„Ein Bundesagrarminister, der sich wie Christian Schmidt als Lobbyist der Fleischindustrie betätigt, ist untragbar. Die Aktion soll den Menschen die Augen öffnen, warum es im Tierschutz seit Jahren keinerlei Fortschritte gibt“, so Sebastian Szogs, Aktionskoordinator bei PETA.
 
Durch Bundesagrarminister Christian Schmidt und frühere CSU-Agrarminister konnte die staatlich legalisierte Tierquälerei Einzug in deutsche Ställe halten. Möglich ist dies, weil ausgerechnet der Tierschutz ebenfalls in der Zuständigkeit seines Ministeriums liegt. Eine im Oktober 2016 von PETA veröffentlichte Recherche in den Agrarbetrieben der CDU-Politiker Johannes Röring, Josef Rief und Franz-Josef Holzenkamp zeigen erhebliche Verstöße gegen den Tierschutz: Zu sehen sind zahlreiche mit Kot verunreinigte verwundete Schweine, Tiere mit blutig gebissenen Schwänzen, Lähmungen und anderen Krankheitssymptomen. In sogenannten Kastenständen befinden sich Sauen, die sich kaum bewegen können. Alle drei Politiker gehören dem Ausschuss Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages an, in dem unter anderem Gesetzesentwürfe im Bereich Tierschutz behandelt werden. Strengeren tierschutzrechtlichen Bestimmungen standen sie stets kritisch gegenüber.
 
In Deutschland leben 95 Prozent der Rinder, 97 Prozent der Hühner und 99 Prozent der Schweine in der sogenannten Massentierhaltung. Zählt man Puten, Enten, Gänse und Kaninchen dazu, sind das Jahr für Jahr allein in Deutschland knapp 800 Millionen Tiere, die für die „Produktion“ von Fleisch völlig unnötig leiden und sterben müssen. Viele Millionen von ihnen werden jedes Jahr in den Ställen und Schlachthöfen regelrecht zu Tode gequält. Neben dem Tierschutzaspekt zählt die Tierproduktion zu den umwelt- und klimaschädlichsten Industrien, zumal der Konsum tierischer Nahrungsmittel zahlreiche sogenannte Zivilisationskrankheiten auslöst oder verschlimmert.
 
WANN & WO?
Donnerstag, 19. Januar 2017, 10:30 – 12:00 Uhr, Messegelände Berlin (Messedamm), vor der Halle 7
Bildmaterial steht im Anschluss an die Aktion hier zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Undercover-bei-Bundestagsabgeordneten
PETA.de/Ernährung
 
Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de