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Termineinladung: „Jagd ist Tiermord“ – Blutige PETA-Aktion bei der Jagdmesse JAGD & HUND in Dortmund / 9. Februar, 12:30 – 13 Uhr

Stand Februar 2016
Dortmund / Stuttgart, 5. Februar 2016 – Schockierender Anblick: Vom 9. bis 14. Februar findet in der Messe Westfalenhallen Dortmund Europas größte Jagdmesse JAGD & HUND statt. Zum Auftakt der Veranstaltung werden Unterstützer von PETA Deutschland e.V. am kommenden Dienstag von 12:30 – 13 Uhr vor der Halle am Eingang Messeforum unter dem Motto „Jagd ist Tiermord“ gegen das blutige Hobby der Jäger demonstrieren: Fast nackt in hautfarbener Unterwäsche mit Fuchsschwanz und Fuchsohren liegen sie blutverschmiert auf Tannenzweigen „Strecke“. Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund für die Jagd in deutschen Wäldern – Hobbyjäger töten vornehmlich im Rahmen einer „Freizeitbeschäftigung“ jedes Jahr bundesweit etwa fünf Millionen Wildtiere sowie mehrere Hunderttausend Hunde und Katzen. Die Tierrechtsorganisation ruft dazu auf, die Messe zu meiden.
 
„Es ist geschmacklos, das Erschießen von Tieren als eine Art unterhaltsamen Freizeitsport anzupreisen“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland e.V. „Unter dem Deckmantel der ‚Naturverbundenheit‘ verursacht das Jagen unermessliches Leid – jedes Jahr werden viele Tiere durch Fehlschüsse getroffen und sterben oftmals einen langsamen und qualvollen Tod.“
 
Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Jagd nicht dazu geeignet ist, Wildpopulationen dauerhaft zu regulieren. Wissenschaftler wiesen nach, dass die Geschlechtsreife der weiblichen Tiere in bejagten Wildschweinpopulationen früher eintritt, was die Geburtenrate ansteigen lässt [1]. Demnach bedingt ein hoher Jagddruck, dass sich die Population der betreffenden Wildtiere in dem Gebiet erhöht. Auch der renommierte Biologe Prof. Dr. Josef Reichholf sieht aus wildbiologischer Sicht keine Notwendigkeit in der Jagd: Die nahezu ausgerotteten Wölfe müssen nicht durch menschliche Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet.

PETA weist darauf hin, dass den rund 350.000 Hobbyjägern in Deutschland nur etwa 1.000 Berufsjäger, vor allem Forstbeamte, gegenüberstehen.
 
[1] Servanty et al. (2009): Pulsed resources and climate-induced variation in the reproductive traits of wild boar under high hunting pressure. Journal of Animal Ecology. Nr. 78, Issue 6.
WANN & WO:
Dienstag, 9. Februar 2016, 12:30 – 13 Uhr,
Messe Westfalenhallen Dortmund, Eingang Messeforum
Interviewkontakt vor Ort: Vanessa Reithinger, am 9. Februar erreichbar unter: +49 (0) 172 5638498
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Jagd
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de