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Termineinladung: „Klimaschutz beginnt auf dem Teller: Lebe vegan“ – PETA-Aktion zur Klimagipfel-Vorbereitung / Bonn, 1. Juni 2015, 13:00 – 14:00 Uhr

 
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Unterstützer zeigen Konferenzteilnehmern mit viel nackter Haut den Umweltkiller Nummer eins

Stand Mai 2015
Druckfähiges Bildmaterial steht im Anschluss an die Aktion hier zur Verfügung.

Bonn / Stuttgart, 28. Mai 2015 – Tierische Produkte sind Klimakiller: Eine als „Fleisch“ auf einem überdimensionalen Teller samt Messer und Gabel angerichtete, halb nackte Unterstützerin der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. wird am kommenden Montag ab 13 Uhr vor dem World Conference Center in Bonn auf den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Fleisch, Milch und Eiern und dem Klimawandel hinweisen. Anlass ist die dort vom 1. bis 11. Juni stattfindende 42. Sitzung der Nebenorgane des UN-Klimasekretariats. Die Konferenz dient der Vorbereitung des Klimagipfels im Dezember 2015 in Paris, in dessen Rahmen ein neues Klimaabkommen verabschiedet werden soll. Mit der aufsehenerregenden Aktion appelliert PETA an die internationalen Sitzungsteilnehmer, die enormen Einsparungspotenziale bei Treibhausgasen durch die Wahl rein pflanzlicher Nahrungsmittel mit in die Lösungsstrategien einzubeziehen. Die Tierrechtsorganisation hatte die Organisatoren der Konferenz bereits im Vorfeld in einem Schreiben gebeten, das Catering der Veranstaltung klimafreundlich vegan zu gestalten – eine Antwort blieb bislang aus.
 
„Die Politik ignoriert den Ernährungsbereich als zentrale Stellschraube im Kampf gegen die globale Erwärmung hartnäckig. Das ist angesichts der drohenden Umweltfolgen absolut unverständlich“, so Anja Hägele, Managerin Fachreferate bei PETA Deutschland e.V. „Tierische Produkte bei einer Tagung zur Rettung des Weltklimas anzubieten, ist ebenso inkonsequent, als würde man Waffen bei einer Pazifismus-Demo verteilen.“
 
Neben dem Bericht der Welternährungsorganisation (FAO) von 2006, der die Tierwirtschaft als Hauptverursacher der schlimmsten Umweltprobleme unserer Zeit benennt, stellte das Worldwatch-Institut 2009 fest, dass 51 % der vom Menschen verursachten Treibhausgase aus diesem Sektor stammen. Auch das UN-Umweltprogramm bestätigte 2010, dass ein globaler Wandel hin zu einer veganen Ernährung notwendig sei, um den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels entgegenzutreten. In die gleiche Richtung geht auch eine Aussage eines Berichts des deutschen Landwirtschaftsministeriums (BMEL), nach der eine pflanzliche Ernährung über 40 % der Treibhausgasemissionen einsparen könnte. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) forderte 2010 in einer Studie dazu auf, den Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten zu verringern. Denn dadurch könnte der landwirtschaftlich bedingte Ausstoß von Methan und Lachgas um mehr als 80 % reduziert und zukünftige Emissionen unter das Niveau von 1995 gesenkt werden.
 
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass Klimaschutz nicht nur auf internationaler Ebene entschlossenes Auftreten verlangt. Denn jeder einzelne Verbraucher kann durch eine rein pflanzliche Ernährung seinen Beitrag dazu leisten, dass weniger Treibhausgase produziert werden. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm von PETA gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland und vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden.
 
Quellen:
Food and Agriculture Organization (2006): Lifestock’s Long Shadow: Environmental Issues and Options. United Nations (UN), http://www.fao.org/docrep/010/a0701e/a0701e00.HTM (abgerufen am 12.05.2015)
 
Goodland R. and Anhang, J. (2009): Livestock and Climate Change: What if the key actors in climate change are ... cows, pigs, and chickens?. World Watch Magazine, 22 (06), http://www.worldwatch.org/node/6294 (abgerufen am 12.05.2015)
 
BMELV (2008): Bericht des BMELV für einen aktiven Klimaschutz der Agrar-, Forst- und Ernährungswirtschaft und zur Anpassung der Agrar- und Forstwirtschaft an den Klimawandel. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, http://www.bmel.de/cae/servlet/contentblob/383152/publicationFile/22425/Klimaschutzbericht2008.pdf (abgerufen am 12.05.2015)
 
Popp, A., Lotze-Campen, H., Bodirsky, B. (2010), Food consumption, diet shifts and associated non-CO2 greenhouse gases from agricultural production. Global Environmental Change, 20: 451-462
 
United Nations Environment Programme (2010): Assessing the Environmental Impacts of Consumption and Production. Priority Products and Materials. http://www.unep.org/resourcepanel/Portals/24102/PDFs/PriorityProductsAndMaterials_Report.pdf (abgerufen am 28.05.2015)

WANN & WO:
Montag, 1. Juni 2015, 13:00 – 14:00 Uhr
, vor dem World Conference Center, Bonn
Interviewkontakt vor Ort: Anja Hägele, +49 (0)152 21568733, AnjaH@peta.de
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Klimaschutz
PETA.de/Umwelt
Veganstart.de
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de