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Tiere in Not im Tierpark Annaberg-Buchholz: PETA fordert Veterinäramt jetzt zum Handeln auf

Stand Januar 2013
Annaberg-Buchholz (Erzgebirgskreis) / Gerlingen, 18. Januar 2013 – Frierende Affen, enge Gehege und festgefrorene Nahrung: Die Haltungsbedingungen für die Tiere im Tierpark Annaberg-Buchholz stoßen auf scharfe Kritik von PETA Deutschland e.V. Die Tierrechtsorganisation hat dem zuständigen Kreisveterinäramt Erzgebirge heute zahlreiche Missstände gemeldet. PETA fordert die Behörde dazu auf, umgehend einzuschreiten, um Schäden für die Tiere abzuwenden. Die Größe der Gehege, in denen unter anderem die Rotgesichtsmakaken und einige Vogelarten gehalten werden, unterschreitet nach PETA vorliegenden Informationen zum Teil sogar erheblich die veralteten Zoorichtlinien von 1996. Bedenklich ist außerdem, dass die Tiere offensichtlich aufgrund der festgefrorenen Nahrung und dem festgefrorenen Wasser leiden. Die Organisation spricht sich grundsätzlich gegen die Haltung von Wildtieren in Zoos aus.

„Die Bedingungen für die Tiere sind insbesondere bei den jetzigen Temperaturen untragbar“, sagt Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Man kann nicht einfach kleine Holzverschläge um die Tiere herumbauen und dies dann Tierpark nennen.“

Obwohl Rotgesichtsmakaken in ihrem natürlichen Lebensraum an kalte Temperaturen gewöhnt sind, sieht PETA eine Gefahr für die Affen im Tierpark Annaberg-Buchholz. Denn im Gegensatz zur freien Natur fehlt den Tieren in dem zu kleinen Gehege die Möglichkeit, sich in größeren Gruppen gegenseitig zu wärmen und ausreichend zu bewegen oder gar Thermalquellen aufzusuchen. Dieser Auffassung ist auch ein Tierarzt von der Universität Leipzig, der das Gehege sorgfältig vor Ort überprüfte. Ihm zufolge weisen Tiere in Gefangenschaft zudem ein schwächeres Immunsystem auf als ihre in Freiheit lebenden Artgenossen.

In Zoos weisen Tiere durch artwidrige Haltungsbedingungen in der Regel schwere Verhaltensstörungen auf. Die Besucher lernen hier nichts über die natürlichen Bedürfnisse und Lebensverhältnisse von Tieren in Freiheit.

Frierende Rotgesichtsmakaken im Tierpark Annaberg-Buchholz / © Harald Heinze / Das Bild ist auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen:
PETA.de/Zoo

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de