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Tierelend in Ditzinger Schrebergarten

 
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PETA-Ermittler entdecken Gänse und Hühner in grauenvoller Haltung

Stand Oktober 2013
Immer wieder erhalten wir Meldungen über vernachlässigte oder misshandelte Tiere. Unsere Ermittler gehen diesen Hinweisen nach und entdecken oft furchtbare Zustände.
Jüngstes Beispiel dafür ist eine PETA-Ermittlung in einem Schrebergarten in Ditzingen bei Stuttgart.

Hühner in einem winzigen Hasenkäfig © PETA
Unsere Ermittler fanden dort grauenvolle Zustände vor: Gänse, halbwüchsige Hühnerküken und sogar ein ausgewachsenes Huhn wurden in einem dunklen, zugemüllten Schuppen in Hasenkäfigen gehalten. Einige Hühner befanden sich in einem äußerst dunklen „Stall“, in den man nur durch ein schmales Gitternetz sehen konnte. Dort befand sich eine mindestens 5 Zentimeter dicke Kotschicht auf dem Boden und es war sowohl zu sehen als auch zu riechen, dass bestimmt mehrere Wochen nicht ausgemistet wurde. Die Krallen und Beine der Hühner waren mit Kot beklebt und es tummelten sich mehrere wilde Katzen mit ihren Babys auf dem Grundstück.

Gänse auf engstem Raum © PETA
Vorgeschichte
Bereits seit Mitte April wusste das Veterinäramt Ludwigsburg von der Tierhaltung, veranlasste jedoch vermutlich keine effektiven Maßnahmen. Den Haltern der Tiere wurde bereits seitens der Eigentümer die Pacht des Gartens, unter anderem auch aus diesen Tierschutzgründen, gekündigt. Diese ignorierten jedoch die Kündigung. Darüber hinaus verwickelten sich die Halter der Tiere in Nachbarschaftsstreitigkeiten und verwiesen sich nähernde Passanten des Grundstücks.

PETA hat nun Anzeige erstattet und wird den Fall energisch verfolgen. Es kann nicht sein, dass sich Menschen aus niederen Beweggründen gegen Recht und Gesetz stellen und sogar ihre Gewaltbereitschaft zur Verteidigung dieser Haltung dokumentieren – und dies auf Kosten der Tiere.

Sie kennen einen ähnlichen Fall in Ihrer Umgebung?

Anhand dieses traurigen Beispiels möchten wir alle animieren, Vernachlässigung, Misshandlung und Quälerei von Tieren den zuständigen Behörden oder uns zu melden. Oft kann den Tieren geholfen werden.

Sollten auch Sie Zeuge von Grausamkeiten an Tieren werden, gilt Folgendes zu beachten: Finden Sie zunächst die Adresse und Telefonnummer der in Ihrer Stadt für den Tierschutz zuständigen Vereine und Behörden heraus und bitten Sie diese um Mithilfe. Legen Sie den Zuständigen eine präzise, schriftliche Aussage darüber vor, was Sie gesehen haben – falls möglich, legen Sie auch Fotos bei. Machen Sie sich immer genaue Notizen zu den Kontaktpersonen und zum Gesprächsverlauf. Geben Sie niemals ein Schreiben oder Dokument weiter, ohne eine Kopie für die eigenen Akten angefertigt zu haben. Bringen Sie immer zum Ausdruck, dass Sie auf die konsequente Verfolgung des Falls bestehen. Bleiben alle eventuellen Bemühungen der Zuständigen ohne zufriedenstellendes Ergebnis, wenden Sie sich mit dem Anliegen an deren Vorgesetzte.

Falls Sie persönlich Zeuge eines Aktes von Grausamkeit an Tieren werden, können Sie sich auch an Ihre örtliche Polizeistation wenden und direkt Anzeige gegen die betreffenden Tierquäler erstatten.

Wir bieten Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, entsprechende Fälle anonym zu melden.

In vielen Fällen können wir den Tieren helfen, dank Ihrer Unterstützung.