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Tierleid auf dem Dreikönigsmarkt in Straubing: PETA-Ermittler dokumentieren erschütternde Missstände / Strafanzeige erstattet

 
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Stand März 2013
Straubing / Gerlingen, 8. März 2013 – Enge Käfige, enormer Geräuschpegel und rücksichtlose Händler: Ermittler der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. haben im Januar 2013 auf dem Dreikönigsmarkt in Straubing erhebliche Tierschutzmissstände dokumentiert und die Rechercheergebnisse nun in Bild und Video veröffentlicht. Jahr für Jahr werden auf diesem Tiermarkt, der zu den größten seiner Art in Europa zählt, etwa 17.000 Hühner, Enten, Kaninchen und andere Tiere zur reinen Ware degradiert. Auch bei der diesjährigen Veranstaltung wurde abermals gegen die Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkte verstoßen – in erheblichem Maße. PETA hat daher Strafanzeige gegen die Ausrichter des Tiermarktes, die teilnehmenden Aussteller sowie die Verantwortlichen des zuständigen Veterinäramts bei der Staatsanwaltschaft Regensburg erstattet. Der Dreikönigsmarkt Straubing sollte künftig keine Genehmigung durch die Behörden erhalten. Die Stadt darf ihre Räume nicht für Tierquälerei zur Verfügung stellen.

„Gerade der Straubinger Tiermarkt verstößt seit Jahren in eklatanter Weise gegen die Tierbörsenleitlinien“, so Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Unsere Foto- und Videoaufnahmen belegen zahlreiche Missstände. Tierbörsen widersprechen nicht nur dem Tierschutz, sie sind systembedingte Tierquälerei und müssen verboten werden. Tradition rechtfertigt keine Tierquälerei.“

Das Leid der Tiere beginnt bereits mit dem belastenden Transport: Häufig ohne Nahrung und Wasser werden sie durch ganz Deutschland und auch ganz Europa gekarrt. Die Tiere werden auf zugigen Anhängern, eingepfercht in Kofferräumen, in Gepäckfächern von Reisebussen oder sogar auf Motorrollern transportiert.

Auf der Börse mit einer Ausstellungsfläche von 6.500 Quadratmetern werden über 17.000 Tiere angeboten. Rund 15.000 Besucher schieben sich durch die Gänge zwischen den Käfigen, die in langen Reihen übereinandergestapelt werden. Regelmäßig stoßen Menschen durch die Enge an Käfige und Behältnisse. Das PETA-Videomaterial zeigt, wie zahlreiche Tiere, darunter auch Qualzuchten, apathisch in ihren zum Teil überbesetzten Käfigen sitzen. Andere weisen deutliche Stresssymptome, wie schnellere Atmung oder deutliche Aggressionen, auf. Für Nahrung und Wasser ist teilweise nicht ausreichend gesorgt, Rückzugsmöglichkeiten fehlen.

Die Händler machen aus ihrem rücksichtslosen Umgang mit den Tieren keinen Hehl: Tauben werden aus den Käfigen gerissen und herumgereicht, häufig ohne Verkaufsabsicht. Sobald die angebotenen Tiere abverkauft sind, wird der „Nachschub“ unter dem Tisch hervorgeholt und achtlos in den Käfig geworfen. All das geschieht entgegen der Tierbörsenleitlinien vor den Augen des weisungsbefugten Personals.

Der Tierschutz ist seit über zehn Jahren im Grundgesetz verankert. Doch in der Realität werden Tiere auf Märkten wie in Straubing ohne Rücksicht auf ihr Wohl feilgeboten.


Bild 1: Stundenlange Transporte in Gepäckfächern von Reisebussen sind keine Ausnahme.
Bild 2: Keine Bewegung möglich: Kaninchen in engen Käfigen.
Bild 3 & 4: Purer Stress: Angebotene Tiere auf dem Dreikönigsmarkt Straubing.

© PETA / Die Bilder sind auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.


Weitere Informationen:
PETA.de/DreikoenigsmarktStraubing
PETA.de/Vogelleid
PETA.de/OstwestfalenhalleKaunitz

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de