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Tierleid auf Reisen: PETA appelliert an Bürger, Hamburger Fischmarkt in Hamm nicht zu besuchen

 
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Stand Oktober 2016
Hamm / Stuttgart, 26. Oktober 2016 – Keine gute Werbung für die Hansestadt: Der „Hamburger Fischmarkt auf Reisen“ macht ab Freitag in Hamm Station. PETA kritisiert die Veranstaltung, denn während Fische hier als Delikatesse angepriesen werden, tritt das Leid der Tiere in den Hintergrund: Weltweit werden jedes Jahr Milliarden Fische aus den Ozeanen gezogen. Häufig führt der Druckabfall dazu, dass ihnen der Magen aus dem Mund und die Augen aus den Höhlen quellen. Werden sie nicht bereits in den Netzen zerquetscht, ersticken sie langsam auf den Fischerbooten oder werden ohne Betäubung aufgeschnitten und ausgenommen. Daher fordert die Tierrechtsorganisation die Bürgerinnen und Bürger in Hamm auf, den Hamburger Fischmarkt nicht zu besuchen und die Tiere von ihrem Speiseplan zu streichen.

„Was sich nach einem fröhlichen Fest anhört, ist in Wirklichkeit ein trauriges Spektakel, für das Tausende von Fischen sterben mussten", so Dr. Tanja Breining, Biologin und Fachreferentin für Meerestiere bei PETA. „Wir appellieren an das Mitgefühl der Einwohner von Hamm und hoffen, dass sie dem Fischmarkt fernbleiben.“ 
Fische sind freundliche, empfindsame und intelligente Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie schließen Freundschaften, beschützen ihre Jungen, lernen durch Beobachtung, benutzen Werkzeuge und manche singen sogar im Morgengrauen im Chor [1]. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien, z. B. von den Biologinnen Dr. Lynne Sneddon [2] und Professor Victoria Braithwaite [3], die zeigten, dass Fische Angst und Schmerzen spüren, kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Schluss, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“ [4]
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder in Fischernetzen. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
[1] http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/09524622.2016.1227940?ai=mv7m0.
[2] Sneddon et al. (2003): http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/270/1520/1115.
[3] Braithwaite, V. A. & Droege, P. (2016): Why human pain can’t tell us whether fish feel pain. Animal Sentience. 2016.009.
[4] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.

Weitere Informationen:
PETA.de/Fische

Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.de