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Tierretter im Einsatz: Der Tiermessi in Köln

Das PETA-Einsatzteam im Kampf für Tiere

Stand Oktober 2013
Auf einem völlig verwahrlosten Grundstück hielt ein Tiermessi jahrelang verschiedene Tiere, darunter Schafe, Ziegen, Hühner und Kaninchen. Sie alle litten unter den gravierenden Missständen und der mangelnden Versorgung, weil der Halter keinerlei Maßnahmen ergriff, um die Situation seiner Tiere zu verbessern. Im Gegenteil: er war überzeugt, dass es seinen Tieren an Nichts fehle.

 

 


Eine Ziege litt beim Tiermessi © PETA
Erst nach dem Hungertod einer Ziege greift das Veterinäramt ein
Nachbarn sahen die Tierhaltung anders: Sie meldeten die katastrophalen Missstände mehrfach den Behörden und versorgten die Tiere immer wieder mit Nahrung. Als schließlich eine völlig unterernährte Ziege nicht mehr alleine aufstehen konnte, kletterten beherzte Nachbarn über den Zaun auf das Grundstück. Aufgrund des besorgniserregenden Zustandes des Tieres riefen sie die Feuerwehr, Polizei und die zuständige Veterinärbehörde um Hilfe. Doch die Hilfe kam zu spät: nach wenigen Tagen verstarb die Ziege. In der Folge leitete das Veterinäramt eine umfangreiche Kontrolle ein.

Völlig unverständlich ist, warum das zuständige Veterinäramt nicht schon zuvor eingriff.

Völlig heruntergekommenes Gelände © PETA
Erschreckende Zustände
Um das Wohl der Tiere sicher zu stellen, kontrollierten PETA-Ermittler das Gelände eine Woche nach dem Vorfall. Die Tierrechtler fanden erschreckende Zustände vor: Zwischen Müllbergen fristeten Kaninchen in kleinen Käfigen, auf ihren eigenen Exkrementen liegend, ein unwürdiges Dasein. In einem Stall lag eine tote Ziege, neben ihr konnte ein Schaf ohne die Hilfe der PETA-Mitarbeiter kaum aufstehen. Ein Hahn mit Fußballenentzündung humpelte stark. Insgesamt machten viele Tiere immer noch einen verwahrlosten Eindruck!

Müll & Scherben
Auch das Grundstück entsprach keinesfalls den Anforderungen des Tierschutzes. Der Boden war übersät mit Scherben. Neben den diversen Verletzungsmöglichkeiten war das Gelände vollkommen zugemüllt. Neben verschimmeltem Obst und Gemüse fanden die PETA-Ermittler die Überreste von toten Schafen und Ziegen!

Es ist unglaubwürdig, dass das Veterinäramt –die für die Einhaltung des Tierschutzes verantwortliche Behörde – hier durchgegriffen haben soll.

Dieser Hahn wird gerettet. © PETA
EIn Hahn kann gerettet werden
PETA-Mitarbeiter dokumentierten ihre Recherche mit Foto- und Videomaterial und informierten das zuständige Veterinäramt und die Polizei erneut. Daraufhin wurde das Gelände wieder inspiziert. Doch wurden nur drei Kaninchen beschlagnahmt! Die anderen Tiere durften bei dem Mann verbleiben, eine für die PETA-Ermittler kaum nachvollziehbare Entscheidung der Veterinärbehörde! Nur den verletzten Hahn überließ der Halter den Tierrettern freiwillig.

Stafanzeige gegen das Veterinäramt

Wenige Wochen nach diesem Vorfall hat der Tiermessi das Gelände verlassen und ist mit den verbliebenen Tieren in einen anderen Landkreis gezogen. Damit hat er sich dem Zuständigkeitsbereich dieser Veterinärbehörde entzogen. Auf PETA-Strafanzeige hin wird mittlerweile gegen das Veterinäramt ermittelt.

 

Sie kennen einen ähnlichen Fall in Ihrer Umgebung?

Anhand dieses traurigen Beispiels möchten wir alle animieren, Vernachlässigung, Misshandlung und Quälerei von Tieren den zuständigen Behörden oder PETA zu melden. Oft kann den Tieren geholfen werden.

Sollten auch Sie Zeuge von Grausamkeiten an Tieren werden, gilt Folgendes zu beachten: Finden Sie zunächst die Adresse und Telefonnummer der in Ihrer Stadt für den Tierschutz zuständigen Vereine und Behörden heraus und bitten Sie diese um Mithilfe. Legen Sie den Zuständigen eine präzise, schriftliche Aussage darüber vor, was Sie gesehen haben – falls möglich, legen Sie auch Fotos bei. Machen Sie sich immer genaue Notizen zu den Kontaktpersonen und zum Gesprächsverlauf. Geben Sie niemals ein Schreiben oder Dokument weiter, ohne eine Kopie für die eigenen Akten angefertigt zu haben. Bringen Sie immer zum Ausdruck, dass Sie auf die konsequente Verfolgung des Falls bestehen. Bleiben alle eventuellen Bemühungen der Zuständigen ohne zufriedenstellendes Ergebnis, wenden Sie sich mit dem Anliegen an deren Vorgesetzte.

Falls Sie persönlich Zeuge eines Aktes von Grausamkeit an Tieren werden, können Sie sich auch an Ihre örtliche Polizeistation wenden und direkt Anzeige gegen die betreffenden Tierquäler erstatten.

Wir bieten Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, entsprechende Fälle anonym zu melden.

In vielen Fällen können wir den Tieren helfen, dank Ihrer Unterstützung.