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Tierquäler verletzt zwei Pferde in Döbritschen – PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

 
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Stand Juni 2017
Döbritschen / Stuttgart, 28. Juni 2017 – Suche nach Pferderipper im Weimarer Land: Medienberichten zufolge verletzte ein unbekannter Tierquäler im Zeitraum zwischen Donnerstagmorgen und Freitagnachmittag vergangener Woche zwei Pferde auf einem Reiterhof in Döbritschen. Der Täter fügte einer Stute einen circa vier Zentimeter langen Schnitt an der Vagina zu. Außerdem waren Striemen an der linken Hüfte des Tieres zu sehen, die wahrscheinlich durch Schläge verursacht wurden. Das zweite Tier wurde am linken Vorderbein verletzt. Die beiden Pferde standen auf einer Koppel am Ortsausgang Döbritschen in Richtung Kleinschwabhausen. Sie mussten tierärztlich versorgt werden. Die Polizeiinspektion Weimar nimmt unter der Telefonnummer 03643 8820 Zeugenhinweise entgegen. Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA jetzt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die den Täter überführen. Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben, können sich ebenso telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym. Möglicherweise waren mehrere Personen an der Tat beteiligt. Dies ist nicht die erste Tat eines Pferderippers in der Region. Im September 2016 wurden vier Stuten in Schkölen durch Messerschnitte und vermutlich eine Harke verletzt. Fast zeitgleich fügte ein Unbekannter einem Pferd in Rudolstadt eine 70 Zentimeter lange Schnittwunde zu.
 
„Bitte helfen Sie mit, diese Tierquälerei aufzuklären“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Weitere Vorfälle in der Region sollten umgehend angezeigt werden, um mögliche Tatzusammenhänge aufzuzeigen. Sadistische Täter belassen es häufig nicht bei Tierquälerei und vergehen sich später unter Umständen auch an Menschen. Pferdehalter und Tierfreunde in der Gegend sollten unbedingt verstärkt achtsam sein und ihre Tiere bestmöglich vor einer ähnlichen Misshandlung schützen.“
 
PETA rät Pferdehaltern zur besonderen Aufmerksamkeit, wenn ein „Pferderipper“ umgeht. Die Tiere sollten – sofern möglich – nachts nicht auf der Koppel stehen, sondern in einer sicheren, bestenfalls mit Videokameras ausgestatteten Stallung untergebracht werden. Alle Zugänge sollten gesichert und abgesperrt sein. Zudem sollten Kontrollgänge nach Möglichkeit zu unregelmäßigen Zeiten durchgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen ist es dabei ratsam, diese mit mindestens zwei Personen auszuführen und Mobiltelefone bei sich zu tragen. Verdächtig erscheinende Personen in der Umgebung sollten unbedingt der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden, ebenso wie Personen, die bereits in der Vergangenheit durch ihr Verhalten aufgefallen sind.
 
Die Tierrechtsorganisation warnt, dass insbesondere Taten, die von sogenannten „Pferderippern“ begangen werden, als Indikator für eine mögliche Vorstufe schwerer Sexual- oder Gewaltdelikte gelten. Zahlreiche Mörder vergingen sich zunächst an Tieren, bevor ihnen Menschen zum Opfer fielen. So ließ der als „Rhein-Ruhr-Ripper“ bekannte Serienmörder Frank Gust seine perversen Fantasien zunächst an Pferden, Schafen und Rindern aus, bevor er vier Frauen auf exakt dieselbe Weise tötete wie zuvor die Tiere. Bereits in den 1990er Jahren erschütterte eine Serie von „Pferderipper“-Taten die Republik: Damals wurden über 100 Pferde, vorzugsweise in Niedersachsen, gepeinigt.

Kaltblütigen Handlungen gegenüber Tieren liegen oft schwerwiegende psychologische Störungen der Täter zugrunde. Sie können erstes Zeichen für eine gewalttätige Pathologie sein, die menschliche Opfer miteinschließt. PETA liegen zahlreiche Studien vor, die den Zusammenhang zwischen Delikten an Menschen und Tieren aufzeigen. Diese Studien haben mittlerweile Soziologen, Gesetzesgeber und Gerichte davon überzeugt, dass Gewalttaten an Tieren unsere Aufmerksamkeit verlangen. In der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ klärt PETA über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten an Menschen auf. Sie dient als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
PETA.de/Staatsanwalt
VEGANBLOG.de/2015/01/Pferderipper-Norddeutschland-gefasst/

Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de