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Tierquälerische Schweinemast in Elsten-Cappeln – Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Ermittlungen aufgenommen

 
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PETA erwartet Freiheitsstrafe für Betreiber

Stand Juli 2013
Elsten-Cappeln / Gerlingen, 4. Juli 2013 – Einige Monate nach der Aufdeckung gravierender Missstände in einer Schweinemastanlage im niedersächsischen Elsten-Cappeln durch Ermittler der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg nun die Ermittlungen gegen den Betrieb aufgenommen. Zwischen Januar und Februar dieses Jahres besuchte PETA die Anlage dreimal. Neben kranken, verletzten und toten Tieren fanden die Ermittler tote Mäuse und Insekten. Viele der Schweine standen knöcheltief in den eigenen Exkrementen, die Ammoniakemission überstieg den höchstzulässigen Wert um das Dreifache.

„Die offensichtliche Tierquälerei im Cappelner Betrieb wurde vorsätzlich begangen“, erklärt Dr. Edmund Haferbeck, rechtlicher Berater bei PETA, überzeugt. „Wir erwarten, dass die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe für die Betreiber fordern wird.“

Missstände sind in den bundesweit rund 66.000 Schweinemastanlagen systemimmanent. PETA-Recherchen zeigen, dass die ohnehin ungenügenden Bestimmungen der Tierschutznutztierhaltungsverordnung regelmäßig und dauerhaft missachtet werden. Jedes Jahr werden in Deutschland über drei Milliarden Tiere für die Fleisch-, Milch- und Eierproduktion getötet. Ohne Betäubung werden Rindern die Hörner abgesägt, Küken die Schnäbel gekürzt, Ferkeln die Eckzähne abgebrochen und die Schwänze abgeschnitten.

Staatsanwaltschaft Oldenburg, Az.: NZS 240 Js 17587/13

Weitere Informationen und ein Video aus der Cappelner Anlage:
PETA.de/Schweinemast

Kontakt:
Judith Stich, 030 6832666-04, JudithS@peta.de