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Tierquälerische Trainingsmethoden auf deutschen Hundeplätzen: Hochrangige Mitglieder des Vereins für Deutsche Schäferhunde setzen Stachelhalsbänder ein

 
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Stand Januar 2017
Stuttgart, 4. Januar 2017 – PETA hat Strafanzeige wegen Verdacht auf Verstoß gegen das deutsche Tierschutzgesetz gegen 9 Hundetrainer und Hundetrainerinnen des Vereins für Deutsche Schäferhunde (DSV) gestellt. Die Angezeigten sind in den Landkreisen Rhein-Erft-Kreis, Saarlouis, Wolfenbüttel und Salzgitter wohnhaft. Informationen eines Whistleblowers zufolge „trainieren“ hochrangige Mitglieder des DSV ihre Hunde auf vielen Ortsgruppenplätzen mit Hilfe von Stachelhalsbändern (auch Korallen- oder Krallenhalsbänder genannt). Darunter sind Vorstandsmitglieder auf Orts- und Landesebene, ebenso Leistungsrichter und Übungswarte. Diese Halsbänder verursachen Schmerzen und Verletzungen: Beim Zug am Halsband richten sich die Krallen in Richtung Hals auf und würgen den Hund. Laut deutschem Tierschutzgesetz (§ 3 Nr.5) ist es verboten, ein Tier auszubilden oder zu trainieren, wenn damit erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind. Bei den Hunden kann der wiederholte intensive Einsatz der Halsbänder nachhaltige Schäden verursachen, denn im Halsbereich befinden sich empfindliche Wirbel und Nerven sowie Speise- und Luftröhre. Stachelhalsbänder bewirken  Panik und Schmerzen bei den Tieren und können zu schweren Schäden an Hals- und Rückwirbelsäule führen. Die Wissenschaft sieht den Einsatz dieser Halsbänder äußerst kritisch. PETA hat Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Augsburg (Az. 601 UJs 220669/16) wegen Verdacht des Verstoßes gegen das deutsche Tierschutzgesetz (§ 17 Nr.2b)  gestellt.
 
„Auf Trainingsplätzen des DSV werden Tiere mittels schmerzverursachender Stachelhalsbänder trainiert. Durch den wiederholten Zug an der Leine, bohren die Stacheln immer wieder in den Hals der Hunde: Für die Vierbeiner ist das eine physische und psychische Tortur“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei PETA.
 
Der DSV ist mit über 60.000 Mitgliedern einer der größten Rassezuchtvereine der Welt. Bereits in der Vergangenheit hat PETA Mitglieder des DSV angezeigt. Im Jahr 2013 beispielsweise tauchte Bildmaterial auf, welches Mitglieder des Vereines beim Training mit ihren Hunden zeigten. Die Halter nutzen dabei Elektroreizgeräte – sogenannte „Teletakter“. Der Einsatz dieser Geräte ist laut dem deutschen Tierschutzgesetz (§ 3 S. 1 Nr.11) streng verboten.
 
Weitere Informationen:
Teletakter.PETA.de/
 
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Kontakt:
Valeria Goller, +49 (0)711 860591-521, ValeriaG@peta.de