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Tierquälerei in Arnsberg

Über 100 Tiere vegetierten ohne Futter und Wasser / PETA rettete Tiere

Stand Mai 2012
Am 3. Februar 2011 betraten zwei PETA-Ermittler ein abgelegenes Grundstück in Arnsberg-Hüsten. Ein Informant schilderte, dass ein Mann dort etliche Kaninchen, Enten, Hühner und Gänse halte, die nicht tiergerecht untergebracht seien und nur unzureichend versorgt werden. Dieser Eindruck bestätigte sich schon vor dem Betreten des Grundstücks. Neun Hühner kauerten sich auf einer Bank zusammen. Sie kamen nicht in die Ställe, weil das Grundstück verschlossen war. Schutzlos waren sie jedem Raubtier, wie z. B. einem Fuchs, ausgesetzt.

 

Die Tiere werden gerettet.

Die Tiere werden gerettet!

Die Veröffentlichung unserer Undercoverrecherche (s.u.) brachte einige Steine ins Rollen. So wurde dem Tierhalter Walter B. durch das zuständige Veterinäramt fast die gesamte Tierhaltung untersagt. Aufgrund seiner schlechten gesundheitlichen Verfassung darf er nur noch bis zu zehn Hühner halten.

Daher hat Walter B. sich überzeugen lassen, die Tiere freiwillig abzugeben. Die Kaninchen wurden Ende Februar durch die Bunnyhilfe und den Tierschutzverein Iserlohn abgeholt. Allerdings waren sie in einer so schlechten Verfassung, dass eines der Tiere die nächste Nacht nicht überlebte. Alle anderen sind auf dem Wege der Besserung.

Die Hühner, Enten und Gänse wurden von drei PETA-Mitarbeitern abgeholt und auf verschiedenen Tierschutzhöfen untergebracht.

Die örtliche Kirche als Eigentümer des Grundstücks, auf dem alles passierte, hat ebenfalls genug vom Treiben des Walter B. Einen schriftlichen Pachtvertrag hat es nie gegeben. Er muss das Gelände nun umgehend räumen.

Auf alle geretteten Tiere wartet nun ein Leben in Freiheit. Selbstverständlich werden sie niemals geschlachtet.


Wir danken allen, die uns unterstützt und sich für die Tiere eingesetzt haben, wie z. B. dem Tierschutzverein Iserlohn, der Bunnyhilfe, Kaninchenschutz e.V., der Initiative "Rettet das Huhn", Martina und Joachim Krutmann sowie vielen Privatpersonen. Ohne sie wäre ein so schnelle und umfassende Hilfe nicht möglich gewesen.

 

Die PETA-Undercoverrecherche von Anfang Februar

So schlecht ging es den Tieren Anfang Februar 2011:

 

Katastrophale Zustände im Stall
„Wir hoffen mit der Strafanzeige eine Schließung der Anlage zu erwirken“, so PETA-Ermittler Stefan Bröckling Anfang Februar. „Niemand hat das Recht, seine Tiere so zu vernachlässigen.“

Etliche Schuppen und Ställe machten bei Bröcklings Besuch einen einsturzgefährdeten Eindruck. An den zahlreichen defekten Gittern könnten sich die Tiere leicht verletzen. Alle Stallanlagen waren scheinbar „seit ewigen Zeiten“ nicht mehr ausgemistet worden.

Insgesamt fanden die beiden PETA-Ermittler 59 Hühner, 34 Kaninchen, 25 Enten und sechs Gänse vor. In einem Käfig lag ein totes Huhn, in einem anderen Stall ein totes Kaninchen, unter ihm ein weiteres bereits verwestes Tier. Hinter einer Truhe fanden die Ermittler Fell und Köpfe von zwei geschlachteten Kaninchen. Auf dem Gelände lagen überall leere Bierflaschen.

Uns wurde zugetragen, dass die Tiere dort geschlachtet und in der Nachbarschaft verkauft werden. Eigenbedarf ist bei einer so großen Anzahl an Tieren eher ausgeschlossen. Nur den Hunderten Ratten schien es gut zu gehen. Sie konnten - wie eindeutig dokumentiert wurde - ihren Hunger auch an den toten Kaninchen stillen.

 

 

Ein totes Kaninchen unter lebenden...
Veterinäramt konnte bei Ordnunsgwidrigkeiten nicht handeln

Umgehend nach der Recherche wurde die Polizei gerufen. Noch in der gleichen Nacht wurde Anzeige gegen den Tierhalter wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Am nächsten Tag meldete sich sogar das Veterinäramt und bestätigte die geschilderten Zustände. Leider sieht man dort derzeit keine Möglichkeit, ein Tierhalteverbot zu erwirken, weil der Mann sich nur im Bereich von Ordnungswidrigkeiten bewege.

Wir waren jedoch anderer Auffassung und bereiteten eine umfangreiche Strafanzeige vor.

Mit Erfolg - wie sich wenige Wochen später herausstellte.

 

 

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