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Tiertransporterunfall mit 170 Schweinen bei Vörden: PETA erstattet Anzeige und fordert Ende der kommerziellen Beförderung lebender Tiere

 
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Stand Dezember 2015
Vörden / Oldenburg / Stuttgart, 8. Dezember 2015 – Tod im Tiertransporter: Medienberichten zufolge prallte am 27. November 2015 ein mit 170 Schweinen beladener Lastwagen bei Vörden gegen einen Baum, woraufhin der Auflieger aufriss und umkippte. Bei dem Unfall kamen sieben Schweine ums Leben; zudem fielen mehrere Tiere von der Ladefläche, einige wurden eingequetscht. Wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutztransportverordnung hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen die Verantwortlichen erstattet. Für Tiere sind Transporte stets mit zahlreichen Risiken verbunden: Sie leiden unter Hunger und Durst und sind erdrückender Enge sowie Temperaturschwankungen ausgesetzt. Das Verletzungsrisiko in den vollbelegten Transportern ist enorm. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen. PETA fordert ein ausnahmsloses Verbot von Tiertransporten.
 
„Schonende Tiertransporte gibt es nicht. Bei Unfällen sterben Schweine, Rinder oder Hühner qualvoll und langsam. Körperteile werden eingequetscht oder brechen. Die empfindlichen Tiere geraten in Panik, erleiden Kreislaufzusammenbrüche oder Herzinfarkte“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA Deutschland e.V. „Jeder Verbraucher, der Fleisch isst, trägt Mitschuld. Nur eine vegane Ernährung ist tierleidfrei.“
 
PETA dankt den am Einsatz beteiligten Feuerwehrleuten sowie allen Helferinnen und Helfern, die sich für die Rettung der Tiere eingesetzt haben.
 
Schweine dürfen laut der Tierschutztransportverordnung bis zu acht Stunden am Stück befördert werden. Allein dies ist extrem belastend für die empfindlichen Tiere. Durch Ausnahmegenehmigungen sind die Transportzeiten jedoch oft sehr viel länger. Auch ohne Transporterunfälle leiden Tiere in der Ernährungsindustrie. Ihr in der Regel kurzes Leben verbringen die meisten Schweine in riesigen Ställen auf Spaltenböden ohne je frische Luft zu spüren. Dabei sind Schweine intelligente und äußerst sensible Lebewesen. Genau wie Hunde zeigen sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten und sind sehr reinliche Tiere.
 
Jedes Jahr werden etwa 58 Millionen Schweine in deutschen Schlachthäusern getötet. Laut Bundesregierung sind dabei etwa sechs Millionen der Tiere nicht ausreichend betäubt und weisen teilweise noch Lebenszeichen auf, wenn sie in das über 100 Grad heiße Brühbad kommen. [1]
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 
[1] http://www.baerbel-hoehn.de/fileadmin/media/MdB/baerbelhoehn_de/www_baerbelhoehn_de/kleine_anfrage_tierschutz_bei_schlachtun.pdf
 
Weitere Informationen:
Veganstart.de
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.de