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Tiertransporterunfall mit 7.500 Hühnern bei St. Florian: PETA erstattet Anzeige und fordert Ende der kommerziellen Beförderung lebender Tiere

 
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Stand Juli 2017
St. Florian / Asten / Stuttgart, 7. Juli 2017 – Tod im Tiertransporter: Einem Medienbericht zufolge geriet ein mit 7.500 Hühnern beladener Lastwagen vergangenen Dienstag auf der A 1 bei St. Florian von der Fahrbahn ab, da der Fahrer eingenickt war. Beim Aufprall auf einen Brückenpfeiler wurde die Seite des LKW aufgerissen; viele Hühner wurden auf die Fahrbahn geschleudert. Nachdem Einsatzkräfte die Tiere eingefangen hatten, wurden sie notgetötet. Lediglich ein Huhn überlebte. Wegen Verdachts des Verstoßes gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen hat die Tierrechtsorganisation PETA nun Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Steyr gegen die Verantwortlichen erstattet. Für Tiere sind die Transporte stets mit zahlreichen Risiken verbunden: Sie leiden unter Hunger und Durst und sind erdrückender Enge sowie Temperaturschwankungen ausgesetzt. Das Verletzungsrisiko in den vollbelegten Transportern ist enorm. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen. PETA fordert ein ausnahmsloses Verbot von Tiertransporten.
 
„Schonende Tiertransporte gibt es nicht. Bei Unfällen sterben Schweine, Rinder, Hühner oder Puten qualvoll und langsam. Körperteile werden eingequetscht oder brechen. Die empfindlichen Tiere geraten in Panik, erleiden Kreislaufzusammenbrüche oder Herzinfarkte“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Jeder Verbraucher, der Fleisch isst, trägt Mitschuld. Nur eine vegane Ernährung ist tierleidfrei.“
 
Hühner dürfen laut der Tierschutztransportverordnung bis zu acht Stunden am Stück befördert werden. Durch Ausnahmegenehmigungen sind die Transportzeiten jedoch oft sehr viel länger. Auch ohne Transportunfälle leiden Tiere in der Ernährungsindustrie. Ihr meist kurzes Leben verbringen Hühner in der Regel in riesigen, überfüllten Ställen ohne Freilauf. Dabei sind die Vögel faszinierende und äußert sensible Lebewesen. Genau wie Säugetiere zeigen sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten und ihre kognitiven Fähigkeiten übersteigen in manchen Bereichen die von Menschenaffen oder Kleinkindern.
 
Jedes Jahr werden weit über 600 Millionen Hühner in deutschen Schlachthäusern getötet. Viele der sensiblen Lebewesen sind dabei nicht ausreichend betäubt. PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder in Fischernetzen. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 
Weitere Informationen:
Veganstart.de
Veganblog.de/2015/03/Warum-PETA-bei-Unfaellen-mit-Tiertransportern-Anzeige-erstattet

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de