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"Grundlagenforschung" an Primaten

Tierversuche in der Forschung

Grundlagenforschung
Die Grundlagenforschung ist im Unterschied zur Pharmaforschung weder wirtschafts- noch anwendungsorientiert. Mit ihr soll das allgemeine medizinische und naturwissenschaftliche Wissen vermehrt werden. Das meist abstrakte Forschungsinteresse wird gern mit möglichen Anwendungen in einer fernen Zukunft gerechtfertigt, die jedoch kaum jemand nachprüfen kann. Ein Beispiel: Hirnforscher Kreiter an der Universität Bremen verteidigt seine besonders grausamen Versuche an Affen mit einer Hoffnung auf Behandlung von Blindheit oder Lähmungen. Affen werden dabei stundenlang in Affenstühlen gefesselt, für die bewegungsaktiven Tiere allein schon eine Tortur. Durch Durst gefügig gemacht, müssen sie bestimmte Aufgaben ausführen, während ihr Kopf unbeweglich an ein Gestell angeschraubt ist. In ihrem Gehirn stecken Elektroden, über die Hirnströme gemessen werden. Die Tiere werden oft jahrelang „benutzt“. Seit Jahrzehnten werden Experimente dieser Art in aller Welt gemacht. Geführt haben sie bislang vor allem zu einem riesigen Berg von Artikeln in Fachjournalen. Ein Nutzen für die Menschheit ist nicht in Sicht.

Im Bereich der biologischen Grundlagenforschung wird noch nicht einmal ein möglicher Nutzen in Aussicht gestellt. Ein Beispiel: Aus dem Meer gefangene Fische werden bis zur Erschöpfung durch ein Becken gejagt und unmittelbar anschließend getötet. Es geht um die Untersuchung des Muskelstoffwechsels bei arktischen Fischen.
In der Grundlagenforschung wird die Wissenschaft zum Selbstzweck. Nicht Heilung und Gesundheit stehen im Mittelpunkt der Wissenschaft, sondern die Wissenschaft selbst.



Pharmazeutische und medizinische Forschung
Der Stand der heutigen, naturwissenschaftlich ausgerichteten Medizin, die zu einem wesentlichen Teil auf Tierversuchen basiert, ist weder ein Beweis für ihre Notwendigkeit, noch sagt sie etwas über die weitere Entwicklung der Medizin aus. Die Tatsache, dass in der Vergangenheit Tierversuche durchgeführt wurden, bedeutet nicht, dass die Errungenschaften der Medizin nur auf diese Weise gefunden werden konnten. Wenn jemand mit dem Auto von Hannover nach Berlin fährt und dort ankommt, heißt dies nicht, dass er mit der Bahn nicht schneller, bequemer und billiger hingekommen wäre. Die Erfolge der Medizin fallen außerdem weitaus spärlicher aus, als oftmals dargestellt wird.

Seit Jahrzehnten wird unter immensem Aufwand an Milliarden von Tieren geforscht. Das Ergebnis ist bislang eher dürftig. Wenn der Tierversuch wirklich so wertvoll wäre, warum gibt es dann noch nicht das Mittel gegen Krebs, die Impfung gegen AIDS, den Durchbruch bei Alzheimer? Die Hälfte aller Westeuropäer stirbt an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein Viertel an Krebs. Tendenz steigend. Wirkungsvolle Therapien gegen diese und andere Zivilisationskrankheiten sind nicht in Sicht.

Natürlich sind auch einzelne Fortschritte erzielt worden. Diese stehen jedoch in keinem akzeptablen Verhältnis zum jahrzehntelangen Aufwand. Vor allem aber sind sie nicht zwangsläufig auf die tierexperimentelle Forschung zurückzuführen. Im Gegenteil: Bei gleichem Forschungsaufwand für tierversuchsfreie Verfahren in Kombination mit umfangreicher Prävention wäre es um die Gesundheit der Menschen heute weitaus besser bestellt. Allein in Bezug auf Krebs ließen sich zwei Drittel der Erkrankungen durch Prävention verhindern. Ohne Tierversuche wären uns zudem viele Arzneimittel-Katastrophen erspart geblieben. Denn Tierversuche täuschen eine Arzneimittelsicherheit vor, die nicht vorhanden ist.

 

Zum Weiterlesen

- Hier werden häufig gestellte Fragen beantwortet sowie die beliebtesten „Argumente“ der Tierversuchsbefürworter entkräftet.
- Hier erfährt man mehr über Alternativen zu Tierversuchen
- Und wer noch mehr wissen möchte: Das Buch „Was Sie schon immer über Tierversuche wissen wollten: Daten und Fakten“ bietet eine aktuelle und leicht verständliche Übersicht der Thematik.