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Werden deutsche Tiger & Jaguare für Chinas Potenz geschlachtet?

PETA-Deutschland liegt eine Export-Liste von deutschen Zoos, Tier- und Safariparks vor, die Schlimmes vermuten lässt.

Stand November 2011
Dass in der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM) Tigerkrallen und –penisse als Potenzmittel verarbeitet werden, ist zwar grausam, aber immerhin vielen bekannt. In Zusammenarbeit mit Frank Albrecht können wir nun eine Exportliste veröffentlichen, die vermuten lässt, dass auch einige deutsche Zoos (wenn sie nicht gerade ihre Tiere wie in Erfurt essen) wissentlich oder unwissentlich an diesen absurden und grausigen Praktiken beteiligt sind - sie lieferten ihre „ausgenutzten“ Tiere nach China. Insgesamt 51 Großkatzen aus 7 deutschen Zoos und Safariparks sind in den letzten Jahren nachweislich nach China geliefert worden.

Die exclusive China-Export-Liste:
2 Jaguare aus dem Zoo Centrum Frankfurt
  • 4 Jaguare aus dem Tierpark Berlin
  • 1 Jaguar aus dem Münchner Tierpark Hellbrunn
  • 2 Jaguare aus dem Tierpark Aschersleben
  • 3 sibirische Tiger aus dem Tierpark Ströhen
  • 5 sibirische Tiger aus dem Zoo Braunschweig
  • 4 sibirische Tiger aus dem Tierpark Berlin
  • 1 Bengaltiger aus dem Tierpark Berlin
  • 29 Bengaltiger aus dem Safaripark Stukenbrock
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    (c) Belinda Wright - WPSI
    Chinesische Tigerfarmen machen nicht zum ersten Mal Negativschlagzeilen mit ihren zum Teil auch tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen. Immer wieder lösen Bilder von der Verfütterung lebender Kühe Proteste aus, machen Angriffe von Tiger auf Pfleger, Unfälle mit Besuchern oder ausgebrochene Tiger Schlagzeilen. Oder wird, wie vor Kurzen, eine skandalöse Hungersnot in einigen dieser Farmen bekannt, weil Geld fehlt.

    Dieses Bild zeigt das schockierende Ende das die Zuchttiger erwartet.

    Bereits Anfang 2007 forderte Liu Dan, Leiter des Hengdaohezi Feline Breeding Center, eine Lockerung des Handels mit Tigerprodukten um die Zucht der Tiger weiter finanzieren zu können.

    Ein klares Eingeständnis über die wahren Artenschutzabsichten.

    „An genau dieses so genannte Zuchtcenter in Hengdaohezi, dessen Chef den weltweiten legalen Handel mit Tigerleichenteilen immer wieder fordert, gingen einige der deutsche Tigernachzuchten“, so Frank Albrecht.

    „Angesichts der aktuellen Bilder aus China, die Schlachtungen für TCM jetzt beweisen, fordere ich einen sofortigen Exportstopp von so genannten Wildtieren nach China. Artenschutz hat nichts mit der Verarbeitung zu angeblich heilender Medizin zu tun.“

    Was passiert eigentlich mit dem deutschen Raubtiernachwuchs?

    Tierrechtler Frank Albrecht ist sich sicher, dass auch Raubkatzennachzuchten aus deutschen zoologischen Einrichtungen dieser chinesischen Potenzschlacht zum Opfer fielen oder noch immer als Gebärmaschinen für den Potenzwahn missbraucht werden.

    „Unverantwortlich: Trotz Überpopulation werden in deutschen Zoos immer noch, Jahr für Jahr, Raubkatzen gezüchtet. Ein Teil des Nachwuchses verschwindet spurlos oder wird über dubiose Tierhändler verschachert.“, so Albrechts jahrelange Recherche.

    „51 Raubkatzen wurden seit 1981 von Deutschland nach China exportiert. Viele der Raubkatzen gingen nachweislich an einer dieser vielen Zuchtfarmen. Es ist also nicht auszuschließen, dass einige dieser deutschen Katzen starben um zu einer Salbe für Rheuma verarbeitet zu werden.“

     

     

    Bildmaterial und Links

    Ausführliches Bildmaterial finden Sie unter
    www.savethetigerfund.org

    Eine kurze Einführung zum Save the Tiger Fund gibt es unter
    www.wpsi-india.org