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Tödliche Tiger-Attacke: PETA begrüßt Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Kölner Zoodirektor Theo Pagel

Stand Januar 2013
Gerlingen, 22. Januar 2013 – Fünf Monate nach der tödlichen Tiger-Attacke auf eine Tierpflegerin im Kölner Zoo ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln jetzt gegen den Zoodirektor Theo Pagel wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. begrüßt die Aufnahme der Ermittlungen gegen Pagel und erneuert ihre Forderung nach einem Verbot der Haltung von Tigern in zoologischen Einrichtungen. 2012 wurden allein in Deutschland und Österreich fünf Ausbrüche von gefährlichen Raubkatzen in Zoos bekannt. PETA fordert die zuständige Bundesministerin Ilse Aigner auf, die Haltung von Wildtieren in zoologischen Einrichtungen zum Schutz von Mensch und Tier zu verbieten.

„Die Haltung von Raubkatzen in Gefangenschaft stellt ein großes Gefährdungspotenzial für Besucher und Mitarbeiter dar, denn die Tiere nutzen jede Gelegenheit, ihrem tristen Gefängnis zu entkommen“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Auch weil Raubkatzen grundsätzlich nicht ausgewildert werden können, muss am Ende der Diskussion ein Verbot von Raubkatzen in Zoos und Zirkusbetrieben stehen“.

Erst im Juni 2012 ist ein Gepard aus seinem Gehege im Tiergarten Nürnberg ausgebrochen. Ebenfalls im Juni und nochmal im Juli flüchteten Geparden aus dem Zoo Salzburg. Im März entkam ein Gepard im Kölner Zoo seinem viel zu kleinen Gehege. Im Januar 2012 stürzte sich ein Gepard im Tiergarten Nürnberg auf ein Pony, bevor das Tier nach zwei Stunden mittels Betäubungsgewehr wieder eingefangen werden konnte.

Während Tiger in freier Wildbahn ein Revier von circa 300 Quadratkilometer bewohnen, leben die Tiere in Zoo-Gefangenschaft auf wenigen Quadratmetern. Als Folge davon leiden viele Tiere unter schweren Verhaltensstörungen. PETA fordert, dass Steuergelder, die derzeit für die Aufrechterhaltung der Zoobetriebe aufgebracht werden, in konkrete Projekte zum Schutz der letzten natürlichen Lebensräume wildlebender Tiere fließen.

Artwidriges Leben für Tiger in Zoos/ © PETA

Interviewkontakt: Peter Höffken, 0162 687 8847, PeterH@peta.de

Weitere Informationen: PETA.de/Zoo