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Töten als „Hobby“: PETA kritisiert Jagd- und Angelmesse in Dortmund

 
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Stand Januar 2014
Dortmund / Gerlingen, 31. Januar 2014 – Kritik an Europas größter Jagd- und Angelmesse in Dortmund: Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. appelliert an alle Dortmunder, die ab Dienstag stattfindenden Messen „Jagd & Hund“ und „Angel & Fisch““, zu meiden. PETA weist darauf hin, dass Jäger und Angler vornehmlich im Rahmen der Freizeitbeschäftigung Tiere töten und den empfindsamen Lebewesen häufig erhebliche Schmerzen zufügen. Für das Veranstaltungswochenende haben örtliche Organisationen Protestaktionen vor den Toren der Messe angekündigt.

„Angeln und Jagen wird heutzutage als Freizeitsport angesehen, erzeugt aber unermessliches Tierleid“, so Zoologin Ines Hofer, Wildtierexpertin bei PETA. „Das Töten von Tieren auf der Messe in Dortmund als fröhliches Hobby anzupreisen, ist geschmacklos.“

PETA fordert ein generelles Jagd- und Angelverbot in Deutschland und verweist auf zahlreiche wissenschaftliche Studien, die belegen, dass die Jagd nicht dazu geeignet ist, Wildpopulationen dauerhaft zu regulieren und dass Angeln mit unsäglichen Qualen für die Fische verbunden ist. Servanty et al(1) wiesen nach, dass Wildschweine in jagdfreien Gebieten eine geringere Populationsdichte aufweisen als in bejagtem Territorium. Demnach führt ein hoher Jagddruck auch zu deutlich höheren Reproduktionsraten. Auch Prof. Dr. Josef Reichholf, ein namhafter Biologe der TU München, sieht aus wildbiologischer Sicht keine Notwendigkeit in der Jagd: Die nahezu ausgerotteten Wölfe müssen nicht durch Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der waldbewohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet.

Auch Angeln ist mit Tierleid verbunden: zwei aktuelle Gutachten der Schweizer Eidgenössischen Ethikkommission für die Biotechnologie im Außerhumanbereich (EKAH) befassen sich intensiv mit der Kognition und dem Bewusstsein von Fischen. Die Verfasser, Philosoph Markus Wild und Biologe Helmut Segner, belegen, dass Fische Schmerzen empfinden, ein Bewusstsein haben, lernfähig sind und kooperieren können. Weiterhin weist ihr Hirn zahlreiche Übereinstimmungen mit dem Gehirn von Säugetieren auf.

PETA weist darauf hin, dass allein in Deutschland neben den etwa fünf Millionen Waldtieren auch schätzungsweise 400.000 Katzen und Hunde jedes Jahr getötet werden. Zusätzlich werden jährlich circa 50 Menschen durch Hobbyjäger bei Jagdunfällen getötet oder schwer verletzt.

(1)Servanty et al. (2009): Pulsed resources and climate-induced variation in the reproductive traits of wild boar under high hunting pressure. Journal of Animal Ecology. Nr. 78, Issue 6.
 

Motiv in druckfähiger Qualität:
PETA.de/StarsfueralleFelle

Weitere Informationen:
PETA.de/Jagd


Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de