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Vier tote Rinder nach Tiertransporterunfall bei Wetzlar – PETA erstattet Anzeige und fordert Ende der kommerziellen Beförderung lebender Tiere

 
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Stand Mai 2017
Wetzlar / Limburg / Stuttgart, 5. Mai 2017 – Tod im Tiertransporter: Medienberichten zufolge raste ein Lastwagenfahrer vergangenen Donnerstag auf der A45 zwischen den Anschlussstellen Wetzlarer Kreuz und Wetzlar-Ost mit 33 geladenen Rindern in die Mittelleitplanke einer Baustelle – der Anhänger mit den Tieren kippte um. Vier Rinder starben, 19 mussten auf Anraten einer Veterinärin auf einen nahegelegenen Hof gebracht werden, um sich von dem Schock zu erholen. Wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutztransportverordnung hat die Tierrechtsorganisation PETA nun bei der Staatsanwaltschaft Limburg, Zweigstelle Wetzlar, Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstattet. Für Tiere sind Transporte stets mit zahlreichen Risiken verbunden: Sie leiden unter Enge, Temperaturschwankungen, Hunger und Durst. Das Verletzungsrisiko in den vollbelegten Transportern ist enorm. Immer wieder ereignen sich tödliche Unfälle. PETA fordert ein ausnahmsloses Verbot von Tiertransporten.
 
„Schonende Tiertransporte gibt es nicht. Bei Unfällen sterben Rinder, Schweine oder Hühner qualvoll und langsam. Körperteile werden eingequetscht oder brechen. Die empfindsamen Tiere geraten in Panik, erleiden Kreislaufzusammenbrüche oder Herzinfarkte“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA „Jeder Verbraucher, der Fleisch isst, trägt Mitschuld. Nur eine pflanzliche Ernährung ist tierleidfrei.“
 
PETA dankt den am Einsatz beteiligten Mitarbeitern des Technischen Hilfswerks sowie allen Helfern, die sich für die Rettung der Tiere eingesetzt haben.
 
Rinder dürfen laut der Tierschutztransportverordnung bis zu acht Stunden am Stück befördert werden. Allein dies ist extrem belastend für die empfindsamen Lebewesen. Durch Ausnahmegenehmigungen sind die Transportzeiten jedoch meist sehr viel länger. Auch ohne den Transport leiden Tiere in der Ernährungsindustrie. Ihr in der Regel kurzes Leben verbringen die meisten Rinder in Ställen auf Spaltenböden ohne jemals auf eine grüne Wiese zu dürfen. Dabei handelt es sich um soziale und intelligente Lebewesen, die Freundschaften und eine enge Bindung zu ihrer Familie eingehen.
 
Jedes Jahr werden über 3,5 Millionen Rinder in deutschen Schlachthäusern getötet – oftmals ohne wirksame Betäubung. [1]
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 
[1] http://www.baerbel-hoehn.de/fileadmin/media/MdB/baerbelhoehn_de/www_baerbelhoehn_de/kleine_anfrage_tierschutz_bei_schlachtun.pdf
 
Weitere Informationen:
Veganstart.de
PETA.de/Rinder-in-der-Mast
PETA.de/Milch-Hintergrund

Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.de