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Tote Schafherde bei Wilsickow gefunden – PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Stand März 2016

Wilsickow / Stuttgart, 15. März 2016 – Fahndung nach Tierquäler: Medienberichten zufolge fanden Radfahrer Ende vergangener Woche an einem Feldweg zwischen Wilsickow und Neuhof, im Grenzgebiet von Brandenburg zu Mecklenburg-Vorpommern, 21 tote und zwei sterbende Schafe in einem Dickicht. Die zwei noch lebenden Tiere mussten bei Ankunft des Amtstierarztes am Freitag von ihren Qualen erlöst werden. Die vier Mutterschafe und 19 ein bis zwei Tage alten Lämmer sind wahrscheinlich verhungert und verdurstet. Das Prenzlauer Veterinäramt erstattet Anzeige wegen Tierquälerei und illegaler Tierentsorgung. Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA jetzt eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters führen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu der Tat geben können, haben die Möglichkeit, sich telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail an PETA zu wenden – auch anonym. Möglicherweise waren mehrere Personen an der Tat beteiligt.
 
„Der Schafhalter, der die Tiere mutmaßlich verhungern und verdursten ließ, muss ausfindig gemacht und zur Rechenschaft gezogen werden“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Dieselben Gesetze greifen auch für die nicht artgerechte Unterbringung und Versorgung von Tieren sowie die bewusste Unterlassung notwendiger Hilfeleistung.“
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.


Fälle von grausamer Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual

PETA.de/Das-unbekannte-Leben-von-Schafen 
PETA.de/TierischeMitbewohner
PETA.de/Staatsanwalt

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de