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Tote und verletzte Tiere am Set von Filmtrilogie Der Hobbit

PETA-Petition appelliert an Regisseur Peter Jackson

Stand November 2012
Gerlingen, 20. November 2012 – Tragische Bilanz der Dreharbeiten für das Fantasy-Spektakel Der Hobbit: Nach Angaben, die Set-Tierpfleger gegenüber PETA USA machten, starben etliche Tiere bei der Produktion des ersten Teils der Filmtrilogie durch schlechte Haltungsbedingungen. Insgesamt wurden mindestens 5 Pferde, 12 Hühner, 1 Pony und mehrere Ziegen und Schafe verletzt oder getötet. Die Tiere waren mit etwa 130 anderen Tieren auf einer Farm in der Nähe der neuseeländischen Hauptstadt Wellington untergebracht. Das Gelände barg nach Aussagen einer Gruppe von Tierpflegern erhebliche Verletzungsmöglichkeiten. Mit der Online-Petition der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. haben Tierfreunde die Möglichkeit, gegen das Leid der Tiere am Set von Der Hobbit zu protestieren – per Mausklick können sie eine Protestmail an Regisseur Peter Jackson schicken.

„Tierleid in der Filmindustrie ist absolut inakzeptabel“, so Andrea Müller, Kampagnenleiterin bei PETA. „Per PETA Online-Petition kann nun jeder Filmliebhaber Peter Jackson und seine Crew auffordern, sich verantwortungsbewusst gegenüber den Tieren am Set zu zeigen.“

Zwei der Pferde, die während der Produktion starben, stürzten von Klippen, als sie mit anderen, nervösen Pferden zusammengehalten wurden. Eines der Pferde musste eingeschläfert werden, nachdem das Tier Stunden nach dem Sturz mit gebrochenem Hals und Rücken gefunden wurde. Das zweite Pferd fanden Crew-Mitglieder tot in einem Fluss. Für die Dreharbeiten wurde ein Pferd an den Füßen gefesselt und mehr als drei Stunden auf dem Boden liegen gelassen. Dies führte zu Fessel-Verletzungen an allen vier Beinen, die für den Filmdreh mit Make-up und Federn verdeckt wurden. Auch Schafe und Ziegen stürzten in dem unübersichtlichen Gelände und brachen sich die Beine. Einige Hühner wurden von frei laufenden Hunden getötet.

PETA hat in der Vergangenheit schon mehrfach den Einsatz von Tieren in der Unterhaltungsindustrie kritisiert und Misshandlungen aufgedeckt. Die Tierrechtsorganisation fordert deshalb Produzenten auf, grundsätzlich auf den Einsatz von echten Tieren am Set zu verzichten.

Weitere Informationen und Online-Petition:
PETA.de/Hobbit

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de