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Über 300 tote Ferkel nach Tiertransporter-Unfall bei Itzehoe: PETA erstattet Anzeige und fordert Ende der kommerziellen Beförderung lebender Tiere

 
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Stand Oktober 2015
Itzehoe / Stuttgart, 2. Oktober 2015 – Tod im Tiertransporter: Medienberichten zufolge fuhr der Fahrer eines Lastwagens mit 600 geladenen Ferkeln am Dienstagnachmittag  offenbar mit zu hoher Geschwindigkeit auf die A23 bei Itzheoe auf – der tonnenschwere Transporter kippte zur Seite um. Bei dem Unfall starben über 300 Tiere. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat nun bei der Staatsanwaltschaft Stade Strafanzeige gegen die Verantwortlichen wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutztransportverordnung erstattet. Für Tiere sind Transporte stets mit zahlreichen Risiken verbunden: Sie leiden unter Enge, Temperaturschwankungen, Hunger und Durst. Das Verletzungsrisiko in den vollbelegten Transportern ist enorm. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen. PETA fordert ein ausnahmsloses Verbot von Tiertransporten.
 
„Schonende Tiertransporte gibt es nicht. Bei Unfällen sterben Schweine, Rinder oder Hühner qualvoll und langsam. Körperteile werden eingequetscht oder brechen. Die empfindsamen Tiere geraten in Panik, erleiden Kreislaufzusammenbrüche oder Herzinfarkte“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Jeder Verbraucher, der Fleisch isst, trägt Mitschuld. Nur eine pflanzliche Ernährung ist tierleidfrei.“
 
PETA dankt den am Einsatz beteiligten Mitarbeitern der Feuerwehr sowie allen Helfern, die sich für die Rettung der Tiere eingesetzt haben.
 
Schweine dürfen laut der Tierschutztransportverordnung bis zu acht Stunden am Stück befördert werden. Allein dies ist extrem belastend für die empfindlichen Tiere. Durch Ausnahmegenehmigungen sind die Transportzeiten jedoch oft sehr viel länger. Auch ohne Transporterunfälle leiden Tiere in der Ernährungsindustrie. Ihr in der Regel kurzes Leben verbringen die meisten Schweine in riesigen Ställen auf Spaltenböden ohne je frische Luft zu spüren. Dabei sind Schweine intelligente und äußerst sensible Lebewesen. Genau wie Hunde zeigen sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten und sind sehr reinliche Tiere.
 
Jedes Jahr werden etwa 58 Millionen Schweine in deutschen Schlachthäusern getötet. Laut Bundesregierung sind dabei etwa sechs Millionen der Tiere nicht ausreichend betäubt und weisen teilweise noch Lebenszeichen auf, wenn sie in das über 100 Grad heiße Brühbad kommen.[1]
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, gegessen zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm von PETA gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.
 
[1] Bärbel-Höhn.de/kleine_Anfrage_Tierschutz_bei_Schlachtung.pdf
 
Weitere Informationen:
Veganstart.de
PETA.de/Schweine
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 683266-604, JudithS@peta.de