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Die UNC hat nichts dazugelernt...

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Stand Juli 2006
Erschütternde Undercover-Ermittlung

Noch einmal ging eine PETA-Ermittlerin undercover und ermittelte verdeckt in den Labors der University of North Carolina (UNC), Chapel Hill - nur ein Jahr, nachdem wir dort bereits die gefühllose Vernachlässigung und den unglaublichen Missbrauch von Tieren dokumentiert hatten. Hat die UNC endlich reinen Tisch gemacht in Anbetracht der Tatsache, dass Hunderte von Millionen Dollar an Forschungsgeldern auf dem Spiel stehen? NEIN. Ganz entgegen dem, was die UNC den National Institutes of Health (NIH) zugesichert hat, der Regierungsbehörde, die unseren Vorwürfen nachging und ermittelte, fanden wir immer noch zu viele Tiere in Käfigen zusammengepfercht, ohne tierärztliche Versorgung und getötet auf inhumane Weise.
Der Druck der Regierung, die ihre eigenen Ermittlungen angestellt hatte, nachdem PETA ihre erste Beschwerde eingereicht und Nachrichten Aufnahmen der Tiere gebracht hatten, die zeigten, wie sie elendig lebten und starben, bewirkten etwas – aber offensichtlich nur auf dem Papier. Unsere zweite Ermittlerin, die eingestellt wurde und von Januar bis November 2003 im selben Gebäude und sogar an einigen derselben Experimente arbeitete, fand heraus, dass UNC die NIH über seine angeblichen Verbesserungen durchweg belogen hat. Und das fand unsere Ermittlerin:
• Amputationen von Tierzehen – ein direkter Verstoß gegen Regierungsvorschriften
• Mäuse mit riesigen Tumoren, die sich geschwürartig verändert hatten und aufgebrochen warent
• Lebende Tiere, die man beim Reinigen mit dem übrigen Käfiginhalt weggeworfen hätte, hätte unsere Ermittlerin nicht interveniert
• Schwerkranke und verletzte Tiere, die man ohne tierärztliche Versorgung einfach dem Sterben überlassen hatte
• Massive Überbelegung, was zu Kannibalismus und Erstickungstod führte
• Eine Guillotineklinge, die so stumpf war, dass zweimal auf den Nacken zweier voll bei Bewusstsein befindlichen Ratten gehackt werden musste, um die Köpfe vom Rumpf zu trennen
• Widersprüchliche Anweisungen, die den Tierpflegern erteilt wurden
Maus mit schweren Hautläsionen
Einer Experimentatorin gestattete man, Mäuse, denen sie Gewebe entnehmen wollte, durch Genickbruch zu töten, eine Ausnahme zur sonst üblichen Euthanasie durch Gas. Unsere Ermittlerin sah sie jedoch mit einer ganzen Tüte voll toter Mäuse, die offensichtlich auf diese Weise getötet worden waren – Mäuse, denen man kein Gewebe entnommen hatte und bei denen es sich vermutlich um überzählige Mäuse handelte, die getötet wurden, um die chronische Überpopulation bei dieser Experimentatorin zu verringern. In der Hoffnung, diesem Vorgehen Einhalt zu gebieten, meldete unsere Ermittlerin diesen Verstoß den Mitgliedern des Animal Care and Use Comittee, dessen Aufgabe es ist, die Experimente zu überwachen, und forderte sie auf, sofort zu dem Labor zu kommen und sich die toten Mäuse selbst anzuschauen. Aber obwohl die Komiteemitglieder sehr wohl wussten, dass sie wegen der wiederholten Verstöße auf diese Experimentatorin ein wachsames Auge haben sollten, benahmen sie sich, als hätten sie Angst vor ihr und forderten sie nicht auf, ihnen den Inhalt der Tüte zu zeigen.
Maus, die auf Grund schwerer Verletzungen leidet
Die UNC hat gezeigt, dass sie nicht bereit sind, auch nur die Minimalanforderungen für eine grundlegende Versorgung einzuhalten, die seitens der Regierung für den Einsatz von Mäusen und Ratten in Tierversuchen festgelegt wurden, sich selbst zu überwachen oder Experimentatoren ordnungsgemäß zur Disziplin zu rufen, die auf Anordnungen der NIH pfeifen.

PETA hat – erneut – eine offizielle und ausführliche Beschwerde beim NIH eingereicht. Wir bestehen darauf, dass die Regierungsbehörde sofort handelt, ermittelt und die Tierversuchslabors der UNC schließt.
Regierungsbericht gibt PETA Recht

PETA reichte erstmals im Jahre 2002 Beschwerde gegen die UNC beim NIH-Büro zum Schutze von Labortieren (OLAW) ein und führte dabei jeden einzelnen Verstoß gegen die NIH-Richtlinie zur Pflege und Nutzung von Tieren in Labors im Detail auf. Das OLAW brauchte zwei Jahre, um seinen Bericht zu unserer Beschwerde zu verfassen, stimmte mit PETA jedoch überein, dass die Mitarbeiter im Labor unzureichend ausgebildet seien und Tieren Schmerzen und Leid zufügten, wenn sie ihnen Blut abnahmen, ihnen die Mägen mit Substanzen wie Ethanol vollpumpten und versuchten, sie zu vergasen oder ihnen das Genick zu brechen.

Die Regierung stimmte mit PETA ferner darin überein, dass die UNC noch zahlreiche andere Verstöße begangen habe:

Kein täglichen Besuch der Tiere durch tierärztliches Personal
Keine rechtzeitige Behandlung durch einen Tierarzt
Kein rechtzeitiges Töten von kranken und verletzten Tieren
Überpopulation in den Käfigen
Kein regelmäßiges Reinigen der Käfige nach Plan
Amputation von Zehen zu Identifikationszwecken
Wachsenlassen der Mäusezähne, bis sie so lang waren, dass die Tiere nicht mehr essen konnten und verhungerten
Tumoren, die übermäßig groß wuchsen, sich geschwulstig veränderten und die Bewegung beeinträchtigten
Keine ordentlichen Aufzeichnungen zur Versorgung der Tiere
Unklare und widersprüchliche Anweisungen an das Personal
Durchführung von chirurgischen Eingriffen ohne das Beisein des vorgeschriebenen Personals
Unplanmäßige und nicht genehmigte Tierversuche durch Studenten
Nicht genehmigte Injektionen mit Nikotin



Klicken Sie hier
und lesen Sie die englische Zusammenfassung des 30-seitigen NIH OLAW-Berichtes zur ersten UNC-Ermittlung.

Wie voraussehbar, teilte die UNC dem NIH mit, dass die meisten der Probleme hinsichtlich einer ordnungsgemäßen Tierversorgung, wie sie bei PETA’s erster Ermittlung festgestellt wurden, auf das Konto des Aufsehers in dem Labor gingen. UNC machte daher ein großes Aufsehen daraus, einen neuen Aufseher anzuheuern, der, so behaupteten sie, nicht zulassen würde, dass sich dieselben Dinge wiederholten.

Als unsere Ermittlerin dem Aufseher von der Zehenamputation berichtete, sagte dieser: „Halten Sie sich an die Vorgaben......Ich darf so was gar nicht hören. Das wissen Sie doch, richtig“.

Es ist offensichtlich, dass die UNC das OLAW als Autorität nicht ernst nimmt. Der Umstand, dass die UNC denkt, sie käme davon, wenn sie Tiere so grausam behandelt, spricht für eine Arroganz, die für viele Universitäten symptomatisch ist, die exorbitante Beträge aus unseren Steuergeldern erhalten in dem guten Glauben, sie „täten, was richtig ist“. Wir müssen nun über das NIH hinaus gehen und an den Generalinspekteur des Department of Health & Human Services appellieren, einzuschreiten. Bei der UNC muss gründlich aufgeräumt werden, von ganz oben bis zu den untersten Gehaltsrängen.

Bitte schreiben Sie sofort und höflich an:

Dara Corrigan
Acting Principal Deputy Inspector General
Department of Health & Human Services
Cohen Building
330 Independence Ave. S.W., Rm. 5250
Washington, DC 20201

Die Millionen von Mäusen, Kaninchen und anderen Tieren, die in Labors leiden müssen, benötigen Ihre Hilfe! Bitte klicken Sie hier, um PETA’s so lebenswichtige Arbeit zu unterstützen und solche Grausamkeiten zu beenden.