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Undercover bei Butterball

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Was der Käufer nie zu sehen bekommt

Stand November 2006
Als Ermittlerin von PETA ist es meine Aufgabe, den Leuten zu zeigen, was hinter verschlossenen Türen vor sich geht und sie zu bitten, sicherzustellen, dass sie nicht zu den Problemen beitragen. Bei jeder Ermittlung bekomme ich Schreckliches und Böses zusehen. Meine jüngste Ermittlung in einem der Butterball US Truthahn-Schlachthöfe war da keine Ausnahme.

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Manche Leute betrachten Truthahn lediglich als Hauptgericht ihres Festtagsmahls, aber diese faszinierenden Vögel sind genauso clever und sozial wie jeder Hund und genau wie Menschen, lieben sie Gesellschaft, das Umsorgen ihrer Kinder und sogar Musik. Truthähne, die für Butterball geschlachtet werden, verbringen ihr gesamtes Leben dicht an dicht gepfercht in riesigen Hallen; man schneidet ihnen die Spitze der Schnäbel und das gesamte erste Gelenk all ihrer Fußzehen ab. In der Anlage, in der ich arbeitete, war es so dermaßen heiß, dass viele der etwa 45.000 Truthähne, die tagtäglich an diesen Schlachthof geliefert wurden, zum Zeitpunkt des Entladens vom LKW bereits an Hitzschlag gestorben waren. Am heißesten Tag wurden die Müllcontainer mehrere Male gefüllt, entleert und wieder gefüllt mit toten Tieren.

Schorf-verkrustete Mittelstücke

Man konnte in ihren Augen sehen, dass die Vögel Todesangst hatten. Viele kamen mit gebrochenen Beinen und Flügeln, geschwollenen Augen und Schorfübersäten Körpern an. Die Arbeiter schleiften sie vom LKW und hängten 90 Vögel pro Minute kopfüber in Fußschellen über einem Fließband auf, das konstant lief.

Die Bösartigkeit einiger Arbeiter war grauenhaft. Ich sah Männer, die Truthähne mit der Faust schlugen, würgten und auf ihnen herumtrampelten, sogar einen, der einen Vogel sexuell angriff. Ein Arbeiter meinte zu mir: “Wenn man ihnen richtig auf den Bauch springt, explodieren sie…oder ihre Innereien kommen ihnen zum Hintern raus.” Arbeiter warfen Truthähne, schüttelten sie und schwangen sie wie Baseballschläger herum gegen die Metallstangen des LKWs. Ich sah, wie Truthähne gewaltsam in die Fußschellen gepackt wurden - häufig an ihren bereits gebrochenen Beinen. Wenn die Truthähne ihnen entkamen und unter einen LKW fielen, erlaubte man uns nicht, sie zu retten. Fahrer zermalmten sie beim Rausfahren unter den LKW-Reifen.

Die letzte Stufe im Schlachthof ist das kochendheiße Entfederungsbad.

Weil das “Tötungsband” so schnell läuft und die Vögel um sich schlagen und häufig den Klingen entkommen, die ihnen die Kehle aufschlitzen sollen, tauchen viele der Vögel noch bei Bewusstsein in das kochendheiße Brühbad ein. Arbeiter bei Butterball redeten darüber, wie sie die Vögel schreien hörten, wenn sie zu Tode gebrüht wurden.

Die Ermittlerin erkrankt

Die Ermittlerin erkrankt
Als ich mir eine Salmonelleninfektion und einen schweren Fall von Karpaltunnelsyndrom zuzog, übernahm ein anderer Ermittler meinen Platz. Leider waren seine Erlebnisse genauso schrecklich wie meine. Hier ein Auszug aus seinen Aufzeichnungen:
“[Heute] sah ich Miguel und Michael…oben auf dem Transport-LKW, und Miguel ergriff einen Truthahn am Kopf, der durch den Verschlag lugte, und drehte ihn um. Während [der Kopf] noch an dem deutlich lebenden Truthahn hing, gab er den Kopf an Michael weiter, der daran zog - während Miguel am Hals zog und auf ihn einschlug -in dem Versuch, den Vogel zu köpfen. Schließlich ließen sie ab, und der Vogel schüttelte sich ein wenig und sank dann zurück in den Verschlag.”

Eine sanftere Methode

Kein anständiger Mensch könnte das chronische Leiden in Butterball mit anschauen und noch Truthahn essen. Durch diese und ähnliche Ermittlungen wird das Elend, das Tiere in der Intensivtierhaltung und andere in anderen Industrien in jeder Minute ihres Lebens erleiden, aufgedeckt. Das hat bei zahlreichen mitfühlenden Menschen dazu geführt, dass sie aufgehört haben, Vögel zu essen, und PETA US drängt mit Nachdruck auf die Geflügelindustrie eine viel humanere Schlachtungsmethode einzusetzen, die sich “Tötung unter kontrollierter Atmosphäre” (CAK) nennt. CAK verhindert, dass Vögel von den Arbeitern misshandelt werden, dass sie die Kehle bei vollem Bewusstsein aufgeschlitzt bekommen und dass sie im Entfederungsbad bei lebendigem Leibe zu Tode gebrüht werden. Ist das nicht das Mindeste, worauf Verbraucher bestehen sollten?

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• Unterstützen Sie keinen Missbrauch von Vögeln und ernähren Sie sich vegetarisch, besser noch vegan.



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