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Undercover-Einsatz von PETA bei Putenproduzent Heidemark zeigt erneut Wirkung: Geflügelmäster aus Großenkneten nach zweijähriger Ermittlung vor Gericht

 
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2013 deckte Organisation Missstände in Mastbetrieben der Unternehmensgruppe auf und erstattete Anzeige

Stand Juli 2015
Großenkneten / Wildeshausen / Stuttgart, 28. Juli 2015 – Strafrechtliche Konsequenzen für Landwirt aus Großenkneten gefordert: Ermittler von PETA Deutschland e.V. dokumentierten 2013 in mehreren Putenmastbetrieben der Unternehmensgruppe Heidemark gravierende Missstände. Auch im Stall einer Großenknetener Mastanlage waren viele Tiere krank, verletzt oder bereits tot. Verwundete, offensichtlich nicht adäquat tiermedizinisch versorgte Puten befanden sich nicht wie vorgeschrieben in abgetrennten Buchten, sondern im normalen Stallbereich. Wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz stellte die Tierrechtsorganisation bereits am 5. Juni 2013 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg – diese beantragte aktuell einen Strafbefehl gegen den verantwortlichen Betriebsleiter aus Großenkneten (Aktenzeichen: NZS 1102 Js 31603/13 Staatsanwaltschaft Oldenburg). Am 3. August wird der Fall nun nach Einspruch vor dem Amtsgericht Wildeshausen verhandelt. PETA begrüßt die strafrechtliche Verfolgung durch die Staatsanwaltschaft Oldenburg und fordert den Ausstieg aus der qualvollen Putenproduktion.
 
„Die Bedingungen in der industriellen Putenmast sind systemimmanent tierquälerisch. Leid und Schmerzen der sensiblen Tiere werden klar einkalkuliert, anders kann eine solche Massenproduktion nicht funktionieren“, so Dr. Edmund Haferbeck, Manager der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA Deutschland e.V. „Dabei gelten gerade für Puten keine konkreten gesetzlichen Vorschriften, sondern lediglich unverbindliche freiwillige Leitlinien. Nur ein konsequenter Ausstieg aus der Putenproduktion setzt dem Tierleid ein Ende.“
 
Bereits seit Jahren führt PETA Kampagnen gegen die industrielle Tierproduktion in Deutschland durch. Hauptaugenmerk ist dabei Deutschlands größter Putenmastkonzern, die Firma Heidemark. Auch 2013 suchten Ermittler der Tierrechtsorganisation einige Betriebe der Heidemark-Gruppe auf und dokumentierten die dortigen Verhältnisse. In der Folge gab es bereits mehrere strafrechtliche Sanktionen gegen Betreiber von Putenmastanlagen, denn die Missstände der Ermittlungen zeigen keine Einzelfälle, sondern bilden den Zustand der meisten Betriebe ab.
Da die Puten-Hochleistungshybriden auf immer mehr Gewicht und rasantes Wachstum gezüchtet werden, sind die Muskeln und Skelette der Tiere schnell überlastet – Beinschwächen, Skelettveränderungen oder Herz-Kreislauf-Probleme sind die Folge. Nach einer Mastzeit von nur 21 Wochen bei Hähnen und 16 Wochen bei Hennen werden die Tiere zum Schlachthof transportiert und getötet. Die natürliche Lebenserwartung von Puten beträgt dagegen bis zu 15 Jahre. Putenfleisch ist unter anderem aufgrund des hohen Antibiotikaeinsatzes und der Gefahr von Krankheitserregern wie Salmonellen und Campylobacter nicht nur ein Tierqualprodukt, sondern auch eine Gefahr für die menschliche Gesundheit.
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder in Fischernetzen. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 

Alltag in Mastanlagen: Schwer kranke Pute / © PETA
 
Das druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Heidemark-Skandal
PETA.de/Heidemark-Komplex
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de