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Unnötige Tierversuche: Staatsanwaltschaft Hamburg leitet Verfahren gegen Altana Pharma AG ein

Interne Dokumente offenbaren tierquälerische Vorgänge im Altana-Versuchslabor

Stand Februar 2008
Kontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Tel.: 07156-1782828 od. 0171-4317387

Gerlingen/Hamburg – Aufgrund der Anzeige von PETA Deutschland e.V. leitete die Staatsanwaltschaft Hamburg unter dem Az. 7400 Js 121/08 nun ein Strafverfahren gegen die Barsbütteler Altana Pharma AG ein.

PETA Deutschland e.V. hatte der Staatsanwaltschaft vertrauliche Dokumente aus dem Altana-Unternehmen über toxikologische Prüfungen an Minipigs und Beagle-
Hunden vorgelegt, die äußerst bedenkliche und strafwürdige Ergebnisse dokumentieren. Der Tierrechtsorganisation wurden diese Dokumente
zugespielt. Die Dokumente zeigen den grausamen Alltag eines Tierversuchs-Labors.

“Das derzeitige System zum Testen von Medikamenten auf der Grundlage von Tierversuchen funktioniert nicht.“, so Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher
Berater von PETA Deutschland e.V. “Wir appellieren mit Nachdruck, von Tierversuchen Abstand zu nehmen und humanere Testverfahren (Alternativmethoden) ohne Tiere für Medikamente anzuwenden.”

Vor kurzem wurde der Tierrechtsorganisation Videomaterial aus dem Weizmann Institute of Science in Israel zugespielt, in dem unter anderem mit Fördergeldern
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, grausame Tierversuche durchgeführt werden. Bei diesen Experimenten werden Affen und Katzen Löcher in die Schädel gebohrt, um die elektrische Aktivität von Nervenzellen zu beobachten und diese zu fotografieren. All diese Experimente fallen unter die sogenannte „Grundlagenforschung“ (die Versuchs- und Irrtumsmethode) und finden keinerlei praktische Anwendung in der Human- oder Veterinärmedizin.

PETA betont ohnehin seit Jahren, dass 9 von 10 Medikamenten, die Tierversuche bestehen, in klinischen Studien mit Menschen versagen. Das britische House of Lords Select Committee on Animals in Scientific Procedures kam in einem Bericht 2002 zu dem Schluss, dass Tiere “hochgradig unperfekte Modelle” für das Studieren menschlicher Krankheiten sind. In dem Bericht werden zusätzliche Mittel gefordert, um die Entwicklung und den Einsatz zuverlässigerer tierversuchsfreier Verfahren zu finanzieren.

Weitere Informationen, sowie das Undercover-Bildmaterial aus dem Weizmann-Institut finden Sie unter www.peta.de/weizmann.