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Unwissenschaftliche Lehre: PETA Deutschland kritisiert die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg für die Verwendung von Tieren

 
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Stand April 2016
Heidelberg / Stuttgart, 21. April 2016 – Jedes Jahr werden an deutschen Universitäten Tausende sensibler Lebewesen für unwissenschaftliche Tierversuche missbraucht und getötet. In ihren Bemühungen, die tierversuchsfreie Lehre weiter voranzutreiben, bat PETA in einem Schreiben 126 Fakultäten lebenswissenschaftlicher Studiengänge um Informationen über ihre angewandten Lehrmethoden. Die Ruprechts-Karls-Universität Heidelberg gab an, dass im Studienfach Medizin keine verpflichtenden Tierversuche auf dem Lehrplan stünden, es Studierenden jedoch frei stehe, freiwillig an Modulen mit tierexperimentellem Inhalt teilzunehmen. Studierende teilten der Tierrechtsorganisation mit, dass im Rahmen des physiologischen Praktikums noch immer der Galvani Froschschenkelversuch durchgeführt wird, den zahlreiche Universitäten bereits abgeschafft haben. Darüber hinaus werden in den Biologiewissenschaften unterschiedliche Sektionen an getöteten Tieren durchgeführt. PETA appelliert an die Hochschulen, gänzlich auf Tiere im Studium zu verzichten und Studierenden eine Lehre ohne Tierleid anzubieten.
 
„Obwohl die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg in einigen Bereichen bereits auf moderne E-Learning-Methoden setzt, hält sie an anderer Stelle leider weiter daran fest, Tiere für Lehrzwecke zu missbrauchen“, so Stephanie Kowalski, Tierärztin und Fachreferentin gegen Tierversuche bei PETA. „Wir fordern die Verantwortlichen auf, den Tierschutz ernst zu nehmen und die Verwendung von Tieren in Forschung und Lehre gänzlich zu stoppen.“
 
PETA fordert mehr Transparenz hinsichtlich der an Universitäten angewandten Methoden, damit sich Studierende und Studieninteressierte für ein Studium ohne Tierleid entscheiden können. Außerdem appelliert die Tierrechtsorganisation an die Universitäten, Tierversuche aus dem Lehrplan zu streichen und stattdessen eine fortschrittliche und zukunftsweisende Lehre zu praktizieren. PETA möchte die Universitäten auf dem Weg zu einer tierversuchsfreien Lehre begleiten und hat unter anderem auch der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Unterstützung angeboten, die sie bislang jedoch nicht angenommen hat.
 
Tierversuche sind unwissenschaftlich: Da sich ihre Ergebnisse nicht auf den Menschen übertragen lassen, haben Experimente mit und an Tieren im Studium keinen Mehrwert – im Gegenteil, sie vermitteln sogar falsche Lerninhalte. Auch für Studiengänge wie Biologie oder Veterinärmedizin gibt es Modelle und Simulatoren, an denen Studierende ihre Fertigkeiten verbessern und Vorgänge beliebig oft wiederholen können. Studierende, die ohne Tierversuche unterrichtet wurden, schneiden im Vergleich genauso gut oder sogar besser ab als Kommilitoninnen und Kommilitonen, die im Rahmen des Studiums an Tieren experimentiert hatten. Angesichts der zahlreichen heute verfügbaren Möglichkeiten zur Etablierung einer fortschrittlichen und tierversuchsfreien Lehre muss in Zeiten von Computersimulationen, 3-D-Modellen und anderen Alternativmethoden kein Tier für Ausbildungszwecke leiden und sterben.
 
PETA setzt sich dafür ein, dass Tierversuche verboten und durch humane moderne Forschungsmethoden ersetzt werden.
 
Weitere Informationen:
Studieren-ohne-Tierversuche.de
PETA.de/Tierversuche_in_der_Lehre
PETA.de/TraumaMan
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de