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PETAs Unwort des Jahres 2009

 
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"Altkuhverwertung" als tierfeindlichstes Wort bestimmt

Stand Dezember 2010
Zwar hat die Gesellschaft für deutsche Sprache ein anderes Unwort des Jahres für 2009 ermittelt, doch PETAs Unwort des Jahres ist ganz klar „Altkuhverwertung“. Mit 40% der Stimmen lässt es „Schlachtkörper“ und „Schweinegrippe“ hinter sich, da es besonders stark symbolisiert, in welchem Maß der Mensch Tiere bis zum Letzten ausbeutet.

 

 

Sieht so ein "Schlachtkörper" aus?

Die "Kandidaten"

Hier noch einmal alle Kandidaten der Wahl 2009 in der Übersicht:

1. Schlachtkörper
Als Fleisch abgepackt in Plastikschalen und Zellophan in der Theke liegend hat das Tier schon alles von seiner Individualität verloren. Doch schon davor wird den Schweinen, Kühen oder Hühnern ihre Empfindsamkeit abgesprochen, indem man sie schlichtweg als „Schlachtkörper“ zur Ware degradiert und Millionenfach täglich am Fließband tötet, wobei sie viel zu oft noch bei vollem Bewusstsein sind, wenn ihnen die Kehle aufgeschnitten wird.

2. Schweinegrippe
Kam es beim Wort des Jahres auf Platz 3, so kann ein tierfreundlicher Mensch nicht nachvollziehen, wieso eine schwere und potentiell tödliche Krankheit einen Tiernamen tragen muss – so, als ob Schweine für die Grippe-Epidemie verantwortlich wären. Dabei ist es gerade umgekehrt: die Ursache vieler Krankheiten liegt in der Intensivtierhaltung begründet. Denn Tiere zu hunderten oder tausenden in riesige, fensterlose Hallen zu pferchen führt nur allzu leicht zu derartigen Erkrankungen – und daran sind nur wir Menschen schuld.

3. Sanfte Dressur
Dabei denkt man, dass Elefanten oder Bären allein durch positive Bestärkung wie Futter oder Zuwendung „Kunststücke“ beigebracht bekommen. Doch wie Undercovermaterial beweist, basiert Dressur entweder auf Gewalt und Zwang oder auf Futterentzug, um die Tiere dazu zu bringen, das zu tun, was die Menschen von ihnen verlangen. Deshalb kann es bei Wildtieren keine sanfte Dressur geben und es ist nur ein schöner Ausdruck um die wahren Trainingsmethoden dem Publikum zu verschleiern.

4. Altkuhverwertung
Obwohl die so genannten „Milchkühe“ bis zu 25 Jahre alt werden können, kommen die ausgemergelten Tiere meist schon nach 5 Jahren zum Schlachthof, da sie nicht mehr die Milchleistung geben können. Zuvor werden sie ständig künstlich besamt und man entreißt ihnen ihre Kälber oftmals gleich nach der Geburt. Jeder Milchkonsum unterstützt diese grausame Praxis, obwohl es gesündere und tierfreundlichere Alternativen gibt.

 

5. Zirkustier
Der Begriff „Zirkustier“ impliziert, dass die Tiere sich im Zirkus in den engen Käfigen oder mit Ketten und Stricken um Beine oder Hals wohl fühlen bzw. für ein Leben im Zirkus geboren wurden. Fakt ist aber, dass auch im Zirkus geborene Wildtiere, Wildtiere bleiben und daher extrem unter den permanenten Entbehrungen, die das Leben im Zirkus zwangsläufig mit sich bringt, leiden. Die bewegungsfreudigen Wildtiere müssen in Zirkusgefangenschaft ein Leben führen, das wir unserem Hund oder unserer Katze niemals zumuten würden. Abgesehen von den kalten, klimatischen Bedingungen in unseren Breitengraden, die bei den Tieren nicht selten zum Abfrieren von Ohren, chronischen Blasen- oder Nierenentzündungen oder anderen Erkrankungen führen, die im Herkunftslandes niemals auftreten würden.

6. Verenden
Bei Verwendung des Begriffs „Verenden“ wird das Tier in abwertender Weise auf die Stufe eines „biologischen Objektes“ – einer Zellkultur gestellt. Schlimmer noch – oftmals wird durch Verwendung dieses Begriffs im Zusammenhang mit so genannten „Nutztieren“ auch ausgedrückt, dass das Tier nicht mehr kommerziell verwertet werden konnte. Doch Tiere bestehen auch aus Fleisch und Blut und haben Gefühle, Bedürfnisse und Empfindungen, genau wie wir Menschen.

7. Robbenjagd
Jahr für Jahr sterben in Kanada Zehntausende Baby-Robben, die gerade mal ein paar Wochen alt sind, indem „Jäger“ ihnen die Schädel einschlagen. Doch gerade weil es sich um Babys handelt, die zum Teil noch nie feste Nahrung zu sich genommen oder schwimmen gelernt haben, kann man nicht von einer Jagd sprechen – es ist ein blutiges Massaker, an dem das Land der anstehenden Olympiade immer noch festhält.

8. Fischfarm
Der Begriff „Fischfarm“ hört sich an, als ob lauter glückliche Fische auf einer Ranch sich ihres Lebens freuen würden, dabei sind „Fischfarmen“ nichts anderes als riesige Netzkäfige in denen Fische, meist Lachse, zu hunderttausenden pro Anlage gemästet werden. Durch die hohe Besatzdichte in den frei schwimmenden Käfigen können sich Krankheiten sehr schnell verbreiten. Daher wird ein Chemie-Cocktail aus Antibiotika, Pestiziden, Fungiziden und Farbstoffen und Wachstumshormonen in das Wasser gegeben. Seeläuse reißen den Fischen Fleisch und Haut vom Körper ab und übertragen sich auch auf die Wildfische außerhalb der Netze. Hinzu kommt, dass für die Produktion von einem Kilogramm Zuchtfisch durchschnittlich 4 Kilogramm Wildfisch benötigt werden.