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"Hybridhuhn": PETAs Unwort des Jahres 2011

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Online-Abstimmung ermittelte das tierfeindlichste Wort des Jahres

Stand Januar 2012
Wie in den vergangenen Jahren suchten wir mit Ihrer Hilfe das tierfeindlichste Wort 2011. Nachdem Vorschläge vorab über den Veganblog und die Facebookseite von PETA Deutschland e.V. eingereicht werden konnten, haben Sie "Hybridhuhn" als das Wort bestimmt, welches Tiere besonders erniedrigt, diskriminiert und die grausame Realität verbirgt.

 

 

Die "Kandidaten"

Hier alle Infos zu den Kandidaten der Wahl 2011:

1. Hybridhuhn
Effizient, effektiv, wirtschaftlich, billig und bis zum letzten Teil nutzbar müssen die Tiere in der industrialisierten Tierhaltung sein. Man kreuzt zwei Hühner, die der Wirtschaft besonders viel bieten können, und maximiert deren Leistung. Daher ist ein Huhn, das sowohl eine top Legeleistung vorweisen kann als auch einen optimalen Fleischansatz bietet, zukünftig wohl DIE Möglichkeit, mit den armen Tieren besonders viel Geld zu machen. Natürlich ist diese abartige Ausbeutungszucht längst nicht mehr, das beweist auch die Namensgebung, die eher an Fahrzeuge erinnert, die Elektroantrieb und Benzin kombinieren.

2. REACH
Das weltweit größte Tierversuchsprogramm REACH fordert Millionen von Tierleben. Die Tiere werden in qualvollen Chemikalienversuchen getötet. Zum Teil werden existierende tierfreie Methoden ignoriert, durch deren Einsatz Tieren ihr grausames Schicksal in den Laboren erspart bleiben könnte. Für Tierfreunde steht die Abkürzung REACH deshalb mittlerweile für millionenfaches Leid und für die Unfähigkeit von Regulationsbehörden, dieses zu verhindern.

3. Wiesenhof
Wiesenhof steht mit seinen verbrauchertäuschenden Bildchen von glücklichen Tieren stellvertretend für die agrarindustriellen Unternehmen, die Hunderte Millionen Vögel züchten, halten und töten. Kein Tier sieht eine Wiese, zu Tausenden stehen sie in großen Hallen in ihren eigenen Exkrementen, werden brutalst gegriffen und auf den Transport zum Schlachthof geschickt, wo sie am Fließband enden. Wiesenhof steht für alles Negative, was die globalisierte Fleischindustrie dem blauen Planeten antut.

4. Zuchtmaterial
Egal ob in der sogenannten Nutztierhaltung oder bei Hund, Katze, Maus oder Meerschweinchen bei Züchtern bzw. in Zooläden, das Individuum und seine Interessen ist in der Zucht völlig belanglos. Besonders extrem ist es in Zoos, wo Tiere auf ihren Genpool hin geprüft und dann gezielt gezüchtet werden, um die Art „zu erhalten“.

5. Beifang
Neben den Millionen von Fischen, die ganz bewusst für zahlende Kunden gefangen werden, verenden laut Schätzungen auch ca. 300.000 Wale und Delfine und noch viel mehr ungezählte kleinere Fischarten in den riesigen Schleppnetzen der Hochseefischer. Sie ersticken, werden zerquetscht oder stark verletzt wieder ins Meer zurückgeworfen, wo sie qualvoll sterben. Millionen von Fischen verenden anonym als sogenannter Beifang, ohne dass sich Menschen bewusst machen, wie viele leidende Individuen dahinter stecken.

6. Straßensäuberungsaktion
Im Vorfeld der Europameisterschaft 2012 will die Ukraine ihre Straßen von heimatlosen Hunden und Katzen „säubern“. Dieses Unwort umschreibt die Massentötung tausender Tiere: Schätzungen zufolge wurden im letzten Jahr allein in Kiew zwischen 15.000 und 20.000 Tiere getötet. Die heimatlosen Tiere werden vergiftet, erschlagen oder bei lebendigem Leib verbrannt. Behörden zahlen pro gefangenem Hund umgerechnet 40 € – egal ob tot oder lebendig. Unser Rechercheteam dokumentierte die schrecklichen Zustände vor Ort in zwei Videos.

7. Wildbestandsregulierung
350.000 Hobbyjäger spielen sich zu Heger und Pflegern unserer Natur auf und meinen, mit dem Abknallen von 5 Millionen Wildtieren Wildbestandsregulierung betreiben zu müssen. Wissenschaftlich ist dies alles widerlegt und es geht den Adeligen, Konzernbossen und Politikern allein um den Kick beim Töten von Tieren, bei denen sie ihre in der Regel allgemeinwohlschädlichen Geschäfte besprechen. Der Wildbestand reguliert sich populationsgenetisch von selbst, greift der Mensch, und hier die Hobbyjäger ein, die ohne jegliches ökologisches Verständnis die Wildtierbestände in ihrer Struktur schädigen.

8. Festgans
Der Tisch ist festlich gedeckt, die Familie ist beisammen – doch mindestens ein Individuum musste unglaubliche Qualen dafür erleiden. Denn die Realität in den Mastbetrieben ist alles andere als festlich!

9. Fleischgenuss
Der angebliche Genuss von getöteten Tieren, die zuvor leiden mussten und dann mit Öl angebraten und Gewürzen verfeinert werden. Doch wer sich in den Küchen dieser Welt umsieht, bemerkt schnell, dass es leckere Alternativen gibt und dass es den meisten Menschen an Kreativität und Offenheit für Neues mangelt.

10. Kampfhund
Das Unwort „Kampfhund“ stigmatisiert willkürlich bestimmte „Rassen“ – vor allem als Reaktion auf Probleme zwischen Hunden und der Gesellschaft. Doch die Beißstatistiken werden nicht von diesen „Kamphunden“ angeführt. Vor allem liegen die Ursachen für Beißvorfälle beim Menschen – denn in nicht hundegerechter Haltung oder durch gewaltsame Erziehung kann jeder Hund aggressiv werden. Ein bundesweiter Hundeführerschein für alle Halter, unabhängig von Größe oder „Rasse“ des Hundes, muss eingeführt werden.