Spenden
 »  »  »  »  » Neues Video der geretteten Tiere von USGE (US Global Exotics)

US Global Exotics: Über 26.000 Tiere nach verdeckter Ermittlung beschlagnahmt

Video zeigt exotische „Heimtiere“ nach ihrer Rettung

Stand November 2013
Der 9. Dezember 2009 war ein entscheidender Tag für tausende Tiere innerhalb des Haustierhandels. Er hat das Schicksal aller Tiere, die in der Lagerhalle von USGE in Arlington, Texas, leiden mussten – sowie das Schicksal all derer, die nach ihnen gekommen wären – von Grund auf verändert.

 

 

Prairiehunde bei US Global Exotics
PETA USA konnte während einer 7-monatigen verdeckten Ermittlung zahlreiche Beweise gegen USGE sammeln, die dem U.S. Fish and Wildlife Service zugetragen wurden. Die Beamten durchsuchten daraufhin am 9. Dezember die Einrichtung, beschlagnahmten Aufzeichnungen und Computer von USGE und riefen die örtlichen Behörden aus Arlington hinzu, die für Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zuständig sind.

In dem Gebäude des Multimillionen-Dollar-Unternehmens stank es nach totem und verwesendem Fleisch. Zehntausende Säugetiere, Reptilien, Amphibien und Spinnen wurden unter unvorstellbaren Bedingungen gelagert – viele von ihnen waren krank, verletzt, tot oder lagen im Sterben. Die Behörden aus Arlington trafen sich noch am gleichen Tag mit PETA USA und bereits einige Tage später wurden über 26.000 Tiere aus dem Bestand von USGE beschlagnahmt.

 

 

Auch dieses kranke Faultier litt bei US Global Exotics.
Bevor die Tiere beschlagnahmt werden konnten, trommelte PETA USA Experten aus der ganzen Welt zusammen; unter anderem ein Expertenteam bestehend aus Tierärzten sowie einen weltweit anerkannten Reptilien-Biologen, der auf die Behandlung und Pflege exotischer Tiere spezialisiert ist. Dutzende Menschen aus den unterschiedlichsten Einrichtungen arbeiteten bis spät in die Nacht zusammen, um die Opfer von USGE zu retten: Von den bedrohten Kattas (eine Lemurenart), die schon jahrelang in den gleichen winzigen Käfigen gehalten worden waren, bis hin zu den tausenden Spinnen, Schlangen, Echsen und Fröschen, die in freier Wildbahn gefangen wurden.

Am Tag der Beschlagnahmung fand man hunderte toter Tiere vor. In einem Gefrierschrank lagen unter anderem die Leichen von drei Faultieren, einem Stachelschwein, dutzenden Kurzkopfgleitbeutlern und einem Paka. Die überlebenden Tiere wurden in vorerst in eine vorübergehende Unterkunft gebracht, wo sie mit Nahrung und Wasser versorgt wurden. Die Tiere, die Schwimmmöglichkeiten, Hitze oder Feuchtigkeit benötigten, hatten nun endlich Gelegenheit, ihren Grundbedürfnissen nachzukommen, nachdem sie Tage, Wochen oder monatelang unter den Grausamkeiten des Heimtierhandels leiden mussten. PETA USA vermittelte die Tiere an verschiedene Plätze; viele von ihnen durften in den fortschrittlichen Zoo von Detroit umziehen, wo schon viele Wildtiere aus schlechter Haltung ein neues Zuhause fanden.

Die Besitzer von USGE, Jason und Vanessa Shaw, erschienen nicht zur gerichtlichen Anhörung, die über das Schicksal ihres „Inventars“ entscheiden sollte. Ihre Anwälte versuchten alles, um die Tiere zurückzubekommen, doch der Richter entschied schließlich, dass alle Tiere grausam behandelt worden waren und deshalb nicht zurückgegeben würden. Jason Shaw wird mittlerweile behördlich gesucht und man ermittelt gegen ihn wegen Schmuggels, Konspiration und Beihilfe; er soll sich nach Neuseeland abgesetzt haben.

Seit Dezember 2009 ist kein einziges Tier mehr von USGE gekauft oder verkauft worden – das Geschäft des internationalen Händlers, der auch an deutsche Läden lieferte, ist geschlossen. Millionen von Tieren bleibt so enormes Leid erspart, wenn man sie ihrem natürlichen Lebensraum entrissen, tausende Kilometer in winzigen Boxen, Flaschen oder Taschen verschickt und in Hallen „gelagert“ hätte.

 

 

Was Sie tun können

Noch immer leiden unzählige Tiere unter den Grausamkeiten des Heimtierhandels. Bitte kaufen Sie niemals ein Tier im Zooladen, beim Züchter oder auf einem Tiermarkt!

Besuchen Sie stattdessen ein Tierheim und sprechen Sie auch mit Ihren Freunden über dieses wichtige Thema.