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Stand August 2013

Vegetarismus / Veganismus

“Warum versuchen Sie, anderen den Vegetarismus/Veganismus aufzudrängen? Ist das nicht eine persönliche Entscheidung?"
Moralisch gesehen, sind Handlungen, bei denen andere zu Schaden kommen, keine Sache der persönlichen Entscheidung. Mord, Kindesmissbrauch und Tierquälerei sind unethische Handlungen und nicht eine Frage der persönlichen Wahl. Die heutige Gesellschaft fördert den Fleischverzehr und die Intensivtierhaltung, aber es gab auch eine Zeit, in der sie Sklaverei, Kinderarbeit und viele andere Praktiken guthieß, die heute global als falsch angesehen werden.
Hier sehen Sie, was sich wirklich in der Intensivtierhaltung abspielt.

“Tiere töten andere Tiere, um sich zu ernähren, warum sollten wir es also nicht tun?”
Die meisten Tiere, die töten, um sich zu ernähren, könnten anders nicht überleben. Für Menschen trifft dies allerdings nicht zu. Es ist vielmehr so, dass wir besser dran wären, wenn wir kein Fleisch essen würden. Viele Tiere, darunter einige unserer engsten Verwandten unter den Primaten, sind Vegetarier. Wir sollten uns eher an denen orientieren als an den Fleischessern, wenn es um ein Vorbild für gesunde Ernährung geht.

“Tiere müssen sowieso eines Tages sterben, warum sollen wir sie also nicht essen?”
Auch die Menschen sterben, aber das gibt einem noch nicht das Recht, sie zu töten oder einem Leben voller Leiden auszusetzen.

"Wenn wir die Tiere nicht nutzen, dann sterben doch viele Rassen aus. Ist nicht ein kurzes, aber schönes Leben besser als gar keines?"
In der landwirtschaftlichen Tierhaltung kann nie die Rede von einem schönen Leben sein. Jedes Tier ist nur auf der Welt, um vom Menschen genutzt zu werden und stellt für die Landwirte ein reines Wirtschaftsgut dar, welches getötet wird, sobald es der Landwirt will. In diesem meist sehr kurzen Leben erleiden die Tiere unvorstellbare Qualen. Ferkeln wird meist ohne Betäubung der Schwanz abgeschnitten, die Hoden herausgeschnitten und Hühnern und Puten wird der sensible vordere Teil des Schnabels abgetrennt. In jeder Haltungsform, also auch in der ökologischen Landwirtschaft, erreicht ein Tier nur einen Bruchteil seiner natürlichen Lebenserwartung und auch dort werden den Mutterkühen ihre Kälber weggenommen und männliche Küken, die für die Eierindustrie wertlos sind, werden vergast oder bei lebendigem Leib geschreddert. Zudem würde es die Rassen, die heute in der Tierindustrie ausgebeutet werden, natürlicherweise überhaupt nicht geben. Diese sind so überzüchtet, dass sich teilweise überhaupt nicht mehr selbstständig fortpflanzen können. Solche Qualzuchten gehören verboten und nicht millionenfach vermehrt.
Doch es ist ganz einfach dieses Leid zu verhindern: Ein veganes Leben ist gut für die Tiere, gut für die Umwelt und gut für Ihre Gesundheit. Probieren Sie es selbst mit unserem kostenlosen Veganstart

“Behandeln die Bauern denn ihre Tiere nicht gut, damit sie mehr Milch oder Eier produzieren?”
Die Tiere in der landwirtschaftlichen Tierhaltung nehmen zwar an Gewicht zu, legen Eier und produzieren Milch – aber nicht etwa, weil man sich so gut um sie kümmert oder weil sie sich wohlfühlen und zufrieden sind, sondern weil ihre Körper durch Züchtung und spezielles Hochleistungsfutter manipuliert werden. Außerdem werden die Tiere in der Ernährungsindustrie in sehr jungem Alter geschlachtet – also gewöhnlich, bevor Krankheiten und die elenden Lebensbedingungen sie dezimieren. In der landwirtschaftlichen Tierhaltung wird eine so hohe Zahl an Tieren für die Nahrungsproduktion gezüchtet, dass es für die Produzenten zumeist günstiger ist, einen gewissen Anteil an Verlusten hinzunehmen, als für artgerechtere Bedingungen zu sorgen.
Hier sehen Sie Aufnahmen von Hennen in der Intensivtierhaltung.

“Was sollten wir mit all den Hühnern, Kühen und Schweinen anfangen, wenn alle Vegetarier oder Veganer wären?”
Es ist unrealistisch anzunehmen, dass alle über Nacht aufhören, Tiere zu essen. Mit der sinkenden Nachfrage nach Fleisch werden auch weniger Tiere für die Nahrungsgewinnung gezüchtet. Die Bauern werden aufhören, so viele Tiere zu züchten, und sich anderen Arten der Landwirtschaft zuwenden. Wenn es weniger Tiere gibt, werden diese unter natürlicheren Bedingungen leben können.

„Wenn alle Menschen sich nur noch von Gemüse und Getreide ernähren würden, gäbe es dann noch genug zu essen?“
Ja, denn wir verfüttern immense Getreidemengen an Tiere, um diese für den späteren Fleischverzehr zu mästen. Würden wir uns stattdessen alle vegetarisch ernähren, so könnten wir genügend Nahrungsmittel produzieren, um die gesamte Weltbevölkerung zu ernähren. Etwa 90 Prozent der Weltsojaernte und über 50 Prozent der Weltgetreideernte wird an Tiere verfüttert. Weltweit erfordern die Tiere in der Ernährungsindustrie eine gigantische Futtermenge, die dem kalorischen Bedarf von 8,7 Milliarden Menschen entspricht – also mehr als der gesamten Weltbevölkerung.

“Haben Vegetarier und Veganer nicht Probleme, ihren Eiweißbedarf zu decken?”
In den westlichen Ländern haben wir vielmehr das Problem, dass wir zuviel Protein bekommen, nicht zu wenig. Die meisten Amerikaner bekommen doppelt soviel Protein, wie sie brauchten, und zuviel Protein, insbesondere tierisches, kann das Risiko von Osteoporose und Nierenerkrankungen erhöhen.
Vollkornbrot, Haferflocken, Bohnen, Mais, Erbsen, Pilze und Broccoli enthalten ausreichend Protein, denn fast jedes Nahrungsmittel enthält Eiweiß. Wer sich ausgewogen und bewusst ernährt bekommt also genau die richtige Portion hochwertiges pflanzliches Eiweiß durch frische und gesunde Lebensmittel.

“Müssen Menschen denn nicht Fleisch essen, um gesund zu bleiben?”
Sowohl das Amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) als auch die Amerikanische Vereinigung für Ernährung (Academy of Nutrition and Dietetics) heißen eine vegetarische Ernährung gut. Studien belegen ferner, dass Vegetarier einen niedrigeren Cholesterinspiegel als Fleischesser haben und mit wesentlich geringerer Wahrscheinlichkeit an einer Herzerkrankung oder Krebs sterben. Der Verzehr von Fleisch und Milchprodukten wurde nun schlüssig mit Diabetes, Arthritis, Osteoporose, verstopften Arterien, Fettleibigkeit, Asthma und Impotenz in Verbindung gebracht.

“Sind Menschen denn nicht von Natur aus Fleischesser?”
Es ist vielmehr so, dass eine vegetarische Ernährung dem menschlichen Körper viel besser entspricht als eine mit Fleisch. Fleischessende Tiere haben Klauen, einen kurzen Verdauungstrakt und lange, gebogene Fangzähne. Menschen haben flache, biegsame Nägel, und unsere eigentlichen "Fleisch"zähne, die Eckzähne, sind winzig, verglichen mit denen von Fleischessern und sogar denen von vegetarischen Primaten wie Gorillas und Orang-Utans. Unsere winzigen Eckzähne sind wesentlich besser dafür geeignet, in Früchte zu beißen als durch die festen Häute von Tieren. Wir besitzen flache Backenzähne und einen langen Verdauungstrakt, die für eine Ernährung bestehend aus Gemüse, Obst und Getreide gemacht sind. Der Verzehr von Fleisch ist für uns gesundheitsgefährdend und trägt zu Herzerkrankungen, Krebs und vielen anderen gesundheitlichen Problemen bei.

„Müssen Milchkühe denn nicht gemolken werden?“
Damit eine Kuh Milch produziert, muss sie – wie jedes Säugetier – zunächst Nachwuchs zur Welt bringen. Daher wird eine „Milchkuh“ Jahr für Jahr künstlich besamt, damit ihr Milchfluss nicht versiegt. Durch Züchtung und die Gabe von sogenanntem Kraftfutter wurde die Milchleistung der heutigen Kühe auf unfassbare Mengen erhöht, die weit über das hinausgehen, was ein Kalb in der Natur zum Wachsen benötigt. Statt etwa 10 Liter Milch am Tag beträgt die Milchleistung heute bis zu 50 Liter – eine Leistung, auf die wir wahrlich nicht stolz sein sollten!
Die Natur hat die Milch der Mutterkuh für das Kälbchen vorgesehen – nicht für den Menschen. Doch in der modernen Milchwirtschaft bekommt das Kalb meist nichts von seiner Muttermilch. Es wird der Mutter kurz nach der Geburt entrissen und verbringt die erste Zeit seines Lebens einsam in einer Kälberbox. Weibliche Kälber werden wie ihre Mütter zu sogenannten Milchkühen degradiert; männliche Kälber werden gemästet und innerhalb weniger Monate im Schlachthaus getötet.
Aufgrund der immens hohen Milchleistung, der nicht artgerechten Haltung im Stall und der Fütterung mit hohen Teilen an Kraftfutter wird eine Kuh nach etwa vier bis fünf Jahren unwirtschaftlich für den Landwirt und landet daher ebenfalls im Schlachthof. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

“Ich kenne einen Vegetarier, der nicht gesund ist. Ist Vegetarismus wirklich gut für die Menschen?”
Es gibt gesunde und ungesunde Vegetarier, aber Ärzte sind sich einig darin, dass Vegetarier, die eine abwechslungsreiche, fettarme Ernährung zu sich nehmen, eine wesentlich größere Chance haben, länger und gesünder zu leben als Fleischesser.
Unser Literaturtipp: "Vegetarische Ernährung" von Prof. Dr. Claus Leitzmann und Dr. Markus Keller (2010 UTB)

“Warum sollte ich ein schlechtes Gewissen haben, Fleisch zu essen? Ich habe das Tier ja nicht getötet.”
Entscheiden Sie sich gegen die grausamen Praktiken der Tierwirtschaft und werden sie als souveräner Konsument aktiv. Mit ihrer gezielten Nachfrage nach pflanzlichen Produkten setzen Sie ein Signal. Unsere Nachfrage bestimmt das künftige Angebot und kann die Welt verbessern. Jedes Mal, wenn Sie Fleisch kaufen, wurde in Ihrem Namen getötet, und Sie haben dafür bezahlt.

“Wenn Sie draußen auf See auf einem Boot verhungerten, würden Sie dann ein Tier essen?”
Ich weiß es nicht. Menschen können extreme Dinge tun, um ihr eigenes Leben zu retten, sogar Unschuldigen wehtun. (Menschen haben in solchen Situationen sogar schon andere Menschen getötet und gegessen.) Dieses Beispiel ist jedoch für die Entscheidungen, die wir in unserem täglichen Leben treffen, nicht relevant. Die meisten von uns sind in dieser Hinsicht nicht in einer Notlage, und es gibt für sie keine Entschuldigung, Tiere für die Ernährung zu töten.

„Hühner legen von Natur aus Eier. Was ist also verkehrt daran, Eier zu essen?“
Das Bankivahuhn ist sozusagen der Vorfahre aller domestizierten Haushühner. Es lebt heute noch in Teilen Asiens und legt zur Fortpflanzung etwa 20 Eier im Jahr – wie jeder andere Vogel auch. Erst durch die Domestizierung des Urhuhns sowie die gezielte Züchtung des Huhns durch den Menschen und die Gabe von Hochleistungsfutter entstanden Rassen, die heute meist weit über 300 Eier im Jahr legen.
Anonym und fernab ihrer Mütter schlüpfen Tausende Küken gleichzeitig in riesigen Brütereien. Die weiblichen Tiere werden aussortiert, die männlichen Küken entweder vergast oder lebendig in einen Schredder geworfen. Der überwiegende Teil der über 50 Millionen sogenannten Eintagsküken landet auf dem Müll. Diese Lebewesen sind für die Eierindustrie nichts als wertloser Abfall.
Doch auch die weiblichen Tiere erwartet alles andere als ein schönes Leben. Zumeist noch am ersten Lebenstag werden ihnen die empfindlichen Schnabelspitzen abgetrennt; anschließend werden sie zu ihrem späteren Legebetrieb transportiert. Hier entscheidet sich übrigens erst, ob eine Henne in einen Bio-Betrieb oder einen konventionellen Betrieb kommt – und somit steckt auch in Bio-Eiern zu Beginn schon großes Tierleid.
Nach etwas über einem Jahr lässt die sogenannte Legeleistung der Hennen nach. Die Tiere sind nun häufig krank und erschöpft – und damit für den Landwirt unwirtschaftlich. Deshalb werden sie in brutalen Transporten zum Schlachthaus befördert und durch „neue Legehennen“ ersetzt. Lesen Sie hier mehr über die verschiedenen Haltungssysteme.

"Wenn ich Bio-Fleisch esse, tue ich den Tieren doch schon etwas Gutes."
Bezeichnungen wie „Bio-Fleisch“, „Bio-Eier“ oder „Bio-Milch“ klingen vielleicht gut, sagen aber in erster Linie nichts über Tierschutz aus. Die Tiere leben gerade mal etwas länger auf etwas mehr Platz, bekommen anderes Futter und die Richtlinien für Medikamente wie Antibiotika unterscheiden sich. Doch zu Tode gestreichelt werden auch sie nicht. Lesen Sie hier mehr über „Bio“.

"Aber die Landwirtschaft trägt doch zum Umweltschutz und Erhalt der Kulturlandschaft bei."
Laut UN Welternährungsorganisation ist die Tierwirtschaft – und damit der Konsum tierischer Produkte – Hauptverursacher unserer schlimmsten Umweltprobleme unserer Zeit, wie dem Klimawandel, der Trinkwasserknappheit und dem Artensterben.
Hier sehen Sie, warum es keinen Fleisch essenden Umweltschützer gibt.

"Die landwirtschaftliche Tierhaltung  schafft viele Arbeitsplätze, bringt viel Geld in unser Land und stärkt die Wirtschaft. Wenn wir die komplette Tierhaltung aufgeben, dann würde Deutschland finanziell und wirtschaftlich doch viel schlechter aussehen?"
Es wäre utopisch zu sagen, dass man die landwirtschaftliche Tierhaltung von heute auf morgen abschaffen könnte. PETA setzt sich aber dafür ein, dass die Tierausbeutung  mittelfristig  abgeschafft wird. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen natürlich aus Tierrechtsgründen, zum anderen aber auch aus Umweltschutzgründen und zugunsten der menschlichen Gesundheit. Zudem wird die Tierhaltung für die Landwirte immer unrentabler. Sie müssen den geringen Wert, den jedes einzelne Lebewesen für die Industrie darstellt, durch die hohe Anzahl an Tieren ausgleichen – zudem bekommen Landwirte Subventionen in Milliardenhöhe. Dabei können einige Landwirte schon heute relativ einfach von der Tierhaltung zum Beispiel zum Pflanzenbau wechseln. Zudem werden in der landwirtschaftlichen Tierhaltung auch Menschen ausgebeutet. Arbeiter aus osteuropäischen Ländern wie Polen und Rumänien werden als Billiglohnarbeiter ohne Rechte zum Beispiel in Schlachthöfen regelrecht versklavt. Schlussendlich muss man sagen, dass die Nutzung von Tieren irgendwann ihren Tribut fordern wird und das Land und die Steuerzahler für Umweltverschmutzung und Zivilisationskrankheiten aufkommen müssen.

“Können Fische Schmerz empfinden?”
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Fische Schmerzen empfinden können. Dr. Donald Bloom, der Tierschutzbeauftragte der britischen Regierung meint:
"Anatomisch, physiologisch und biologisch ist das Schmerzsystem eines Fisches praktisch dasselbe wie bei Vögeln und Säugetieren." Fische besitzen ein vollständig ausgebildetes Gehirn und Nervensystem sowie einen sehr empfindlichen Mund. Fische benutzen ihre Zunge und ihren Mund wie die Menschen ihre Hände: um Nahrung zu fangen oder zu sammeln, Nester zu bauen und ihre Kinder vor Gefahren zu schützen. Fische empfinden außerdem Angst. Eine Studie aus Australien fand heraus, dass Fische, wenn sie gejagt, eingepfercht oder anderweitig behandelt werden, mit erhöhter Herz- und Atemfrequenz sowie einem Ausstoß an Adrenalin reagieren, genauso wie Menschen. Hier erfahren Sie mehr über Fische.

“Sind so genannte "Meeresfrüchte" nicht gesund und fettarm?”
Fische und andere Meerestiere sind kein schwimmendes Gemüse! Entgegen der allgemeinen Ansicht sind die sogenannten „Meeresfrüchte“, womit Fische und andere Meeresbewohner gemeint sind, keinesfalls gesund. Fischfleisch enthält Toxine aus dem Wasser, in dem die Tiere leben, und diese Toxine gehen auf die Menschen über, die den Fisch essen. Fische, die gezüchtet werden, erhalten Antibiotika, die ebenfalls auf die Konsumenten übergehen. Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention, erkranken oder sterben jährlich 325.000 Menschen alleine in den USA nach dem Verzehr von kontaminiertem Fisch und anderen Meerestieren. Und selbst wenn Sie sicher wären, dass der Fisch, den Sie essen, frei von Chemikalien ist, enthält das Fleisch von Seetieren, insbesondere Shrimps und Muscheln sogar noch mehr Cholesterin als Rindfleisch!

"Ist gewerblicher Fischfang schlecht für die Umwelt?"
Viele gewerbliche Fischereischiffe betreiben Grundschleppnetzfischerei, um Meerestiere zu fangen, die in der Nähe vom, auf oder unter dem Meeresboden leben, wie die Flunder, der Dorsch, der Zackenbarsch, Garnelen und Jakobsmuscheln. Wissenschaftler sagen, dass die Zerstörung, die durch Grundschleppnetzfischerei verursacht wird, der Zerstörung durch Kahlschlag von alten Wäldern ähnelt, nur in viel größerem Ausmaß. So entspricht das Meeresboden-Gebiet, das jedes Jahr mit Schleppnetzen befischt wird, etwa der Größe der anliegenden 48 Staaten und ist 150-mal größer als das Waldabholzungs-Gebiet! Elliot Norse, Präsident des Marine Conservation Biology Institute, sagt: „Wissenschaftler stellen fest, dass Grundschleppnetzfischerei die größte Störgröße für den Meeresgrund und möglicherweise die größte menschengemachte Störung für die Biosphäre ist.“
Weitere Informationen finden Sie unter www.fischen-tut-weh.de.

"Was ist mit den Fischen in freier Wildbahn, die von Berufsfischern gefangen werden?"
Heutzutage benutzen Berufsfischer gewaltige Grundschleppnetze, die so groß sind wie Fußballfelder. Diese riesigen Netze, manchmal mehrere Kilometer lang, ziehen sich alles verschlingend quer über den Ozean und töten zusätzlich zu den Tieren, die gefangen werden sollen, unzählige andere. Fabrikschiffe berauben die Ozeane ihres Meereslebens mit alarmierender Geschwindigkeit. 13 der 17 globalen Hauptfischgründe sind erschöpft oder befinden sich in beträchtlichem Rückgang. Die anderen vier sind „überfischt“ oder „völlig ausgebeutet“. Ich werde nie eine Fischerin vergessen, die ein kleines Fischerboot in dem Staat Washington betrieb. Sie sagte mir angesichts eines Otters, der an jenem Tag in ihrem Netz gestorben war: „Alles, was so dumm ist, in mein Netz zu kommen, verdient es, zu sterben.“ Bei fast einem Drittel aller Fischarten hat sich die Population in den letzten 15 Jahren verringert und viele Arten könnten im nächsten Jahrzehnt ausgerottet sein. Der Rückgang von Fischpopulationen führt zu vermehrten Konflikten zwischen Fischern und Wildtieren, die sich von Fischen ernähren. Einige Fischer töten oder verstümmeln absichtlich Robben, Vögel und Meeressäuger, die sie als Bedrohung für ihren Fang ansehen. Manche Arten befinden sich wegen der Überfischung im Rückgang. Die Anzahl an Stellerschen Seelöwen in der Beringsee ist seit den 50er Jahren um 80 Prozent gesunken. Geschätzte 100.000 Robben, Wale und Delphine sowie eine Million Vögel verfangen sich jedes Jahr in Netzen und ertrinken. Da Delphine gewöhnlich mit Thunfischschwärmen schwimmen, ertränkt die Thunfischindustrie selbst heute noch „versehentlich“ mindestens 20.000 dieser intelligenten Säugetiere jährlich. Vom Aussterben bedrohte Meeresschildkröten wurden zufällig zu Tausenden von Shrimp-Netzen getötet. Das Essen eines Fisches führt zum Tode vieler. AuchAquakulturist keine Alternative. Mehr Infos finden Sie unter www.fischen-tut-weh.de.

"Können Schalentiere Schmerzen empfinden?"
Ja. Wissenschaftler haben ohne jeden Zweifel bewiesen, dass Fische, Hummer, Krabben und andere Meeresbewohner Schmerz empfinden können. Die Körper von Hummer sind mit Chemorezeptoren bedeckt, sodass sie sehr empfindsam ihrer Umgebung gegenüber sind. Hummer lebendig zu kochen ist besonders grausam. Die optimale Körpertemperatur von Hummern liegt zwischen 38 und 42 Grad Fahrenheit; wenn Hummer auf Eis gelegt werden, lassen sie manchmal eine Schere „fallen“, um ihre Körperwärme zu bewahren. Wie viele Menschen gesehen haben, werden Hummer in einem vergeblichen Versuch zu entkommen verzweifelt an den Seiten des Topfes kratzen, wenn sie in kochendes Wasser geworfen werden. Wenn Supermärkte lebendige Schweine oder Hühner gemästet und zusammen in schmutzigen Glasbehältern mit beistehenden Rezepten hielten, die empfehlen, die Tiere in einen Topf mit brühend heißem Wasser hinein zu werfen, wären die Verbraucher empört. Diese Taten verdienen gleichsam Empörung, wenn sie an Schalentieren verübt werden. Mehr Informationen dazu unter www.freiheit-fuer-hummer.de.

"Ist es für Vegetarier o.k. Schrimps zu essen?"
Es gibt bestimmte Lebewesen – wie Jakobsmuscheln, Austern und Shrimps – von denen wir einfach nicht viel wissen. Wir sind unsicher, wie viel Schmerz und Leiden sie empfinden können. Hier bei PETA fordern wir Menschen auf, „sich auf der Seite des Mitgefühls zu irren“. Da wir nicht sicher wissen, dass diese Geschöpfe nicht leiden können, entscheiden wir uns dafür, davon auszugehen, dass sie Schmerz empfinden können und handeln dementsprechend.
Ein gleichermaßen drängender Grund, „Meeresfrüchte“ jeglicher Art zu vermeiden, ist der Beifang. Wenn Fischer eine gewisse Beute suchen, verletzen oder töten sie oft andere Meereslebewesen bei dem Vorgang. Im Fall von Shrimps werden Meeresschildkröten oftmals in den Shrimp-Netzen gefangen und getötet. Dies ist ein riesiger Faktor, der zum Rückgang der Meeresschildkrötenpopulation beiträgt.
Ein weiterer Grund, auf das Essen von Meereslebewesen jeglicher Art zu verzichten, ist die Tatsache, dass Überfischung verheerende Folgen für die Weltozeane hat. Das bedeutet, dass Nahrung nicht nur für Menschen knapp ist, sondern auch für die anderen Tiere wie Robben, Delphine und Seevögel, die ihr Überleben mit dem sichern, was sie im Meer fangen. Wenn wir immense Mengen an Meeresbewohnern fangen, minimieren wir die Nahrungsquelle für diese Tiere, die anders als die meisten Menschen wirklich Fische und andere Meereslebewesen zu sich nehmen müssen, um zu überleben.
Besuchen Sie www.fischen-tut-weh.de für weitere Informationen über den Fischfang.
Die gute Nachricht ist, dass leckere vegetarische falsche „Shrimp“ und andere „ähnlich wie Meeresfrüchte schmeckende“ Alternativen vorhanden sind. Weitere Informationen über diese Produkte und schmackhafte Rezepte für falschen Fisch finden Sie hier.