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Verantwortungslose Pferdehalterin aus Brackenheim wegen Tierquälerei zu 1.500 Euro rechtskräftig verurteilt

PETA-Ermittler deckten Missstände auf

Stand Februar 2013
Brackenheim / Gerlingen, 4. Februar 2013 – Eine Pferdehalterin aus Brackenheim wurde heute vor dem Amtsgericht Brackenheim zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro wegen Tierquälerei verurteilt. Ferner wurde gegen die Frau ein fünfjähriges Tierhaltungsverbot verhängt. Die Beschuldigte hielt ihre Pferde über Jahre in einem dunklen Verschlag und verweigerte ihnen so gut wie jeglichen Auslauf, wodurch die Tiere schwere Verhaltensstörungen entwickelten. Ermittler der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. wurden im April 2012 durch einen Informanten auf den Missstand aufmerksam gemacht. Mit der Veröffentlichung des gedrehten Videomaterials löste PETA eine Welle der Entrüstung in der Öffentlichkeit aus. Der Druck auf das zuständige Veterinäramt Heilbronn wurde immer größer. Als sich PETA dann auch einer laufenden Strafanzeige gegen die Halterin anschloss und eine Beschlagnahmung der Tiere nebst Tierhaltungsverbot forderte, wurden die Pferde schließlich von dem Hof entfernt. Nach einer Behandlung in einer Tierklinik werden die Tiere nun auf einen Gnadenhof bei Salzburg gebracht.

„Wir begrüßen ausdrücklich die Verurteilung durch das Amtsgericht“, so Dr. Edmund Haferbeck, rechtlicher Berater bei PETA. „Als Prozessbeobachter musste man den Eindruck gewinnen, dass die Pferde als Faustpfand für Auseinandersetzungen zwischen der jetzt rechtskräftig verurteilten Tierquälerin und ihrem Ex-Ehemann missbraucht wurden.“

Das von PETA-Ermittlern im vergangenen April aufgenommene Videomaterial zeigte die beiden Pferde, wie sie in dem dunklen Verschlag verzweifelt gegen die Boxen schlagen und ihren Kopf immer wieder im Kreis drehen. Laut dem Informanten soll ein drittes Pferd in dem Stall an der sogenannten Dämpfigkeit verstorben sein, was vermutlich an einem hohen Ammoniakgeruch im Stall lag. Trotz dieser eindeutigen Missstände und eines Angebots von Tierfreunden, die Pferde unentgeltlich behandeln zu lassen, sahen lange weder die Halterin noch das zuständige Veterinäramt Heilbronn Handlungsbedarf. Das Strafermittlungsverfahren gegen das Veterinäramt wegen unterlassener Diensthandlungen dauert weiter an.

Weitere Informationen:
PETA.de/Brackenheim
PETA.de/Web/Wenn_Sie_Zeuge.989.html

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de