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Verbotene Kettenhaltung – Überforderter Gymnasiallehrer aus Ostbevern lässt 80 Hunde verwahrlosen

 
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Veterinäramt sträubt sich gegen Tierhaltungsverbot

Stand Oktober 2012
Ostbevern / Gerlingen, 11. Oktober 2012 – Nachdem Ermittler der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. ein abgelegenes Grundstück nahe Ostbevern inspizierten und auf tierquälerische Bedingungen für mehrere Dutzend Hunde stießen, verständigten sie das zuständige Veterinäramt in Warendorf. Obwohl der ehemalige Gymnasiallehrer etwa die Hälfte der Hunde auf seinem völlig heruntergekommenen Grundstück an Ketten hielt, was in Deutschland grundsätzlich verboten ist, erachtete es die Behörde nicht als notwendig, sowohl ein Hundehaltungs- als auch ein Zuchtverbot auszusprechen. Der stellvertretende Leiter des Amtes erteilte lediglich Auflagen gegenüber dem Mann, der trotz der offensichtlichen Überforderung mit der Haltung von knapp 80 Tieren auch nachzüchtet.

„Laut dem eingeschalteten Veterinäramt in Warendorf wurde die Tierhaltung letztmalig vor einem Jahr kontrolliert und es wurden keine Auffälligkeiten festgestellt“, so PETA-Ermittler Stefan Bröckling. „Führt man sich das heruntergekommene Anwesen vor Augen, erscheint das kaum vorstellbar.“

Mit den Vorwürfen konfrontiert, gab der Mann zu, dass er die Tiere seit Jahren auf diese Weise halte. Noch während der Unterhaltung befreite der ehemalige Gymnasiallehrer, der die Hunde einst als „Schlittenhunde“ hielt, vor den Augen der PETA-Ermittler zwei Vierbeiner aus einer kleinen Transportbox.

Neben der verbotenen Kettenhaltung fanden die Ermittler weitere Verstöße gegen die gesetzlich verbindlichen Mindestanforderungen: Dem Großteil der Hunde wurden weder schattige und windgeschützte noch wärmegedämmte Liegeplätze gewährt. Die meisten Hunde mussten ohne Trinkwasser auskommen und für einen Hund diente ein ausrangierter Lastkraftwagen als Hüttenersatz.

PETA wird den Fall im Auge behalten und gegebenenfalls auch juristische Schritte gegen das zuständige Veterinäramt sowie gegen die Staatsanwaltschaft Münster einleiten. Denn diese hat auf Zuarbeit des Veterinäramtes hin, das Strafverfahren eingestellt (Az.: 540 Js 1601/12).

Knapp 80 Hunde müssen auf dem verwahrlosten Grundstück in Kettenhaltung ausharren / Zugleich werden fortwährend Welpen nachgezüchtet / © PETA

Fotos in druckfähiger Qualität:
Fotos.peta.de/categories.php?cat_id=109

Videomaterial:
PETA.de/web/home.cfm?p=4182

Weitere Informationen:
PETA.de/Illegalekettenhaltungostbevern

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de