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Verdacht auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: PETA zeigt den Fischerkönig von Friesheim an

 
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Stand Mai 2013
Friesheim / Gerlingen, 21. Mai 2013 – Sie zappeln am Haken, ringen nach Luft und kämpfen um ihr Leben – vergeblich. Zahlreiche Fische wurden beim Preisangeln in Friesheim am 9. Mai dieses Jahres getötet. Medienberichten zufolge war das Ziel des Angelwettbewerbs, möglichst viele große und schwere Fische an Land zu ziehen. Laut der Mittelbayerischen Zeitung wurde in diesem Jahr Herr Josef Süß der Fischerkönig von Friesheim: Er brachte 11.100 Gramm Fischfleisch auf die Waage. PETA Deutschland e.V. sieht in dieser Veranstaltung einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, gemäß §17 Nr. 1. Denn die Tötung der Tiere erfolgte ohne einen gerechtfertigten Grund im Sinne des Gesetzes. Laut Kommentar zum Tierschutzgesetz muss der alleinige Grund des Angelns im Nahrungserwerb liegen. Vor diesem Hintergrund hat PETA am 15. Mai bei der Staatsanwaltschaft Regensburg Anzeige gegen den Vorsitzenden des Fischervereins Friesheim – Herrn Karl Baumann – und alle 22 Teilnehmer erstattet.

„Könnten Fische ihre Schmerzen durch laute Schreie ausdrücken, würde niemand mehr behaupten, Angeln sei eine Beschäftigung zum Entspannen und Erholen“, so Dr. Tanja Breining, Kampagnenleiterin für Meerestiere bei PETA Deutschland e.V. „Das Töten von Fischen als ‚Freizeitbeschäftigung‘ und ‚Sportveranstaltung‘ zu klassifizieren, ist herzlos und gegen das Tierschutzgesetz.“

Die Tierrechtsorganisation PETA erläutert die „Sport“-Fischerei wie folgt: „Stellen Sie sich vor, Sie langen nach einem Apfel. Plötzlich wird Ihre Hand von einem Metallhaken durchbohrt, an dem Sie, mit dem ganzen Gewicht an der einen Hand hängend, aus der Luft in eine für Sie fremde Atmosphäre gezogen werden, in der Sie nicht mehr atmen können.“ Genau dies erleben Fische, die erwiesenermaßen über zahlreiche Schmerzrezeptoren verfügen, wenn sie für den ‚Sport‘ am Haken um ihr Leben kämpfen. Fischen wird bei der sogenannten „Sport“-Fischerei unnötiges Leid zugefügt und sie müssen große Qualen erdulden. Daher kämpft PETA seit Jahren gegen die Fischerei.

Weitere Informationen:
Fischen-tut-weh.de

Kontakt:
Judith Stich, 030 68326660-4, JudithS@peta.de