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Verdacht auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: PETA zeigt den Fischerkönig von Rennertshofen an

 
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Stand Juli 2013
Rennertshofen / Gerlingen, 15. Juli 2013 – Sie zappeln am Haken, ringen nach Luft und kämpfen um ihr Leben – vergeblich. Zahlreiche Fische wurden beim Königsfischen in Rennertshofen Anfang Juli diesen Jahres getötet. Ziel des Angelwettbewerbs war es, möglichst viele große und schwere Fische an Land zu ziehen. Laut der Augsburger Allgemeinen wurde in diesem Jahr Herr Artur Dagau der Fischerkönig der 30 Teilnehmer: Er zog den schwersten Fisch, einen Karpfen mit 5950 Gramm Gewicht, aus dem Wasser. Die Gewinner durften sich „wertvolle Anglerutensilien“ aussuchen.

PETA Deutschland e.V. sieht in dieser Veranstaltung einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, gemäß §17 Nr. 1. Denn die Tötung der Tiere erfolgte ohne einen gerechtfertigten Grund im Sinne des Gesetzes. Laut Kommentar zum Tierschutzgesetz muss der alleinige Grund des Angelns im Nahrungserwerb liegen. Vor diesem Hintergrund hat PETA am 16. Juli bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt Anzeige gegen den Vorstand des Rennertshofener Fischereivereins – Herrn Klaus Zawinell – und alle 30 Teilnehmer des Wettangelns erstattet.

„Könnten Fische ihre Schmerzen durch laute Schreie ausdrücken, würde niemand mehr behaupten, Angeln sei eine Beschäftigung zum Entspannen und Erholen“, so Dr. Tanja Breining, Kampagnenleiterin für Meerestiere bei PETA Deutschland e.V. „Fische sind kein Spielzeug. Sie als solches zu behandeln ist herzlos und verstößt gegen das Tierschutzgesetz.“

Die Tierrechtsorganisation PETA erläutert die „Sport“-Fischerei wie folgt: „Stellen Sie sich vor, Sie langen nach einem Apfel. Plötzlich wird Ihre Hand von einem Metallhaken durchbohrt, an dem Sie, mit dem ganzen Gewicht an der einen Hand hängend, aus der Luft in eine für Sie fremde Atmosphäre gezogen werden, in der Sie nicht mehr atmen können.“ Genau dies erleben Fische, die erwiesenermaßen über zahlreiche Schmerzrezeptoren verfügen, wenn sie für den ‚Sport‘ am Haken um ihr Leben kämpfen. Fischen wird bei der sogenannten „Sport“-Fischerei unnötiges Leid zugefügt und sie müssen große Qualen erdulden. Daher kämpft PETA seit Jahren gegen die Fischerei.

Fische empfinden Schmerzen / © frei

Das druckfähige Motiv schicken wir auf Anfrage gerne zu.

Weitere Informationen:
Fischen-tut-weh.de

Kontakt:
Jobst Eggert, 030 6832666-01, JobstE@peta.de