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Kritik am Taubenauflass beim Erlenseer Stadtfest

 
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PETA bittet Bürgermeister Stefan Erb, auf die tierquälerische Taubennutzung zu verzichten

Stand April 2012
Erlensee / Gerlingen, 25. April 2012 – Zur Eröffnung des Stadtfestes im hessischen Erlensee sollen am kommenden Freitag 100 Tauben aufgelassen werden. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat Bürgermeister Stefan Erb in einem ausführlichen Schreiben über das systematische Leid der sogenannten Brieftauben informiert und ihn gebeten, diesen „Sport“ nicht im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung gutzuheißen. PETA setzt sich für eine Abschaffung des „Brieftaubensports“ ein, bei dem die Tauben stets zu den Verlierern gehören. PETA weist darauf hin, dass bei allen „Brieftauben“ nicht die Lust an langen Flügen die Motivation zur Heimkehr ist, sondern die Sehnsucht nach ihrem Heimatschlag, ihrem Partner oder den Jungen. Jährlich sterben hunderttausende Tiere auf den bis zu 1.300 Kilometer langen Flügen an Dehydration, Erschöpfung oder an Verletzungen. Viele können ihren Heimatschlag nicht wiederfinden und stranden in den Städten, wo sie die Populationen der „Stadttauben“ vergrößern. PETA geht davon aus, dass es in Deutschland rund 50.000 Züchter gibt, die etwa 2,5 Millionen „Brieftauben“ halten.

„Die Methoden des ‚Brieftaubensports‘ sind gefühllos und widersprechen im Grunde dem Tierschutzgesetz“, so Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater bei PETA. „Bürgermeister Erb soll den Taubenauflass absagen, damit das tierquälerische Hobby nicht durch eine städtische Veranstaltung gesellschaftlich etabliert wird.“

Von Natur aus gibt es keine „Brieftauben“. Die Züchter nutzen die Treue der Tiere aus, indem sie die Männchen von ihren Partnerinnen bis zu mehreren Wochen getrennt halten oder sie kurz vor der Paarung entfernen. Einzig und allein die Sehnsucht zu der Partnerin treibt die Täuber, die in Einehe leben, nach Hause. Eine weitere tierquälerische Variante: Die Brieftaubenzüchter unterbrechen das Brutgeschäft der Taubenmütter. Das Mutterschaftsverhalten und die Liebe zu den eigenen Jungen treibt die Taubenmütter zu Höchstleistungen, denen sie allzu oft aufgrund von Erschöpfung zum Opfer fallen.

PETA kritisiert auch das Zuchtziel der Brieftaubenzüchter und das Töten der Tiere, die nicht dem Leistungsschema entsprechen. Nicht das Individuum ist den Züchtern wichtig, sondern seine oder ihre körperliche Leistungsfähigkeit und die Erlangung von Spitzengeschwindigkeiten. Wer nicht den Anforderungen entspricht, wird in der Regel ohne Betäubung mittels Langziehen des Halses und Umdrehen des Kopfes vom Züchter getötet. „Brieftaubensport“ ist kein romantischer Sport, es ist ein verantwortungsloser Zeitvertreib, den viele Vögel mit dem Leben bezahlen müssen.

 

„Brieftauben“: Ein tierquälerisches Hobby / © PETA Das Bild ist auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.

 

Weitere Informationen:
www.peta.de/brieftaubensport

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de