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Vergiftete Eier: Agrarindustrie betreibt organisierte Kriminalität – Statement von PETA

 
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Stand August 2017
Stuttgart, 2. August 2017 – Die Skandale in der Eierindustrie reißen nicht ab. Am Montag wurden gleich zwei Missstände aufgedeckt: Die ARD-Reportage „Die Eierlüge“, für die die Tierrechtsorganisation PETA Material zur Verfügung stellte, berichtete über Schwindel mit falsch deklarierten Eiern und tierquälerisch gehaltene Hühner. Gleichzeitig wurde die Überschwemmung des deutschen Marktes mit durch Insektizide vergifteten Eiern bekannt. Für Experten bei PETA keine Überraschung:
 
„Seit Jahren ist bekannt und dokumentiert, dass agrarindustrielle Tierproduzenten nicht nur mit Antibiotika Schindluder treiben, sondern auch nicht zugelassene Insektizide in ihren Ställen einsetzen“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA. „Schon die ARD-Dokumentation "Die Eierlüge" deckt schonungslos auf, welche kriminelle Energie dieser Branche innewohnt. Eine Industrie, die Tiere massenweise in Käfige pfercht, so dass sie schwer erkranken und sich verletzen, schreckt vor keinen Rechtsverstößen zurück. Das Geschäftsprinzip des agrarindustriellen Komplexes besteht aus systemimmanenten Rechtsbrüchen, die von Politik, Behörden und Justiz ausdrücklich geduldet werden. Diese Kriminalitätsform heißt: organisierte Kriminalität. Das ist die schwerste Kriminalitätsstufe in einer demokratischen Gesellschaft bzw. einem Rechtsstaat.“
 
Niederländische Betriebe, die auch einen schwunghaften Handel mit falsch deklarierten Eiern in Deutschland betreiben, haben Insektizide eingesetzt, die nicht für lebensmittelproduzierende Betriebe zugelassen sind. Ca. 3 Millionen Eier davon sind auch auf den deutschen Markt gelangt –  hochbelastet.

Weitere Informationen:
PETA.de/Eierrecherche2017