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Vergiftete Köder in Karlsruhe – PETA setzt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus

Organisation fordert zentrales Melderegister für Giftanschläge

Stand Dezember 2012
Karlsruhe / Gerlingen, 13. Dezember 2012 – Die Angst geht um bei Hundehaltern in Karlsruhe: Unbekannte Tierquäler haben in der vergangenen Woche mehrere Giftköder im Stadtteil Rintheim ausgelegt, die Medienberichten zufolge drei Hunden zum Verhängnis wurden – eines der Tiere verstarb inzwischen. Bei den vergifteten Ködern handelt es sich möglicherweise um Schneckenkorn, das regelmäßig zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird. Nach dem Bekanntwerden der Vorfälle, hatte die Karlsruher Polizeihundeführerstaffel den Abschnitt intensiv nach Giftrückständen abgesucht. Um die Behörden bei ihren Ermittlungen zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Zeugen, die Informationen beisteuern können, wenden sich bitte telefonisch unter 0152 37325400 oder per E-Mail an PETA oder direkt an das zuständige Polizeirevier. Weiterhin fordert PETA die Einführung eines Meldesystems für Giftanschläge dieser Art.

„Die Tiere in Karlsruhe schweben in akuter Lebensgefahr. Die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden, damit Tierfreunde ihre Hunde unbeschwert ausführen können. Die Köder können auch Kindern zum Verhängnis werden“, sagt Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Wir bedanken uns herzlich bei der Karlsruher Polizei, die den Fall mit der nötigen Ernsthaftigkeit verfolgt.“

PETA appelliert an Halter betroffener Hunde, tierärztlich belegte Vergiftungen ihrer Schützlinge bei der Polizei zu melden und Anzeige zu erstatten. Weiterhin fordert PETA die Einführung eines Meldesystems für Giftanschläge dieser Art. Durch eine Meldepflicht können Anschläge gegen Hunde zentral registriert und die Bevölkerung kann über Giftköderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden. Zugleich wird durch die Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Tiere Opfer von Missbrauch werden.

PETA macht darauf aufmerksam, dass ein vergifteter Hund schnellstmöglich tierärztlich behandelt werden muss. Bereits bei einem Verdacht sollte unverzüglich eine Tierklinik aufgesucht werden. Erbrechen, Speicheln, Durchfall, Zittern können erste Symptome sein – diese können jedoch erst nach einigen Tagen auftreten.

Fälle von grausamer Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus an der Universität Saarland dazu: „Geschätzte 80-90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

Tierquälerei ist eine Straftat nach §17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Haustiere
PETA.de/Staatsanwalt

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de