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Vergiftete Köder in Simbach – PETA setzt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus

 
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Organisation fordert zentrales Melderegister für Giftanschläge

Stand November 2012
Simbach / Gerlingen, 29. August 2012 – Nachdem in den vergangenen Tagen Unbekannte vergiftete Köder im niederbayerischen Simbach auslegten, an denen ein Hund und möglicherweise auch zwei Katzen starben, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Zeugen, die Informationen beisteuern können, wenden sich bitte telefonisch unter 0152 37325400 oder per Mail an PETA oder direkt an die zuständige Polizeiinspektion. Weiterhin fordert die Organisation die Einführung eines Meldesystems für Giftanschläge dieser Art. Auf diese Weise können die Fälle an die Behörden weitergeleitet werden, um die Bevölkerung vor den Gefahren zu warnen.

„Die Tiere in Simbach schweben in akuter Lebensgefahr“, sagt Carola Schmitt, Kampagnenleiterin bei PETA. „Die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden, damit Tierfreunde ihre Hunde unbeschwert ausführen können. Es ist äußerste Vorsicht geboten, damit keine weiteren Tiere durch die Köder der Hundehasser zu Tode kommen. Die Köder können sogar Kindern zum Verhängnis werden.“

Durch eine Meldepflicht können Anschläge gegen Hunde zentral registriert und die Bevölkerung kann über Giftköderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden. Zugleich wird durch die Dokumentation der Fälle sensibilisiert, wie häufig Tiere Opfer von Missbrauch werden.

Erst vor wenigen Tagen war eine Bulldogge nach dem Verzehr von vergiftetem Futter im niederbayerischen Neureichenau gestorben. Auch aus Landshut und dem Raum Passau wurden Anschläge auf Hunde gemeldet. Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich um dieselben Täter handelt.
PETA macht darauf aufmerksam, dass ein vergifteter Hund schnellstmöglich tierärztlich behandelt werden muss. Bereits bei einem Verdacht sollte unverzüglich eine Tierklinik aufgesucht werden. Erbrechen, Speicheln, Durchfall, Zittern können erste Symptome sein – diese können jedoch erst nach einigen Tagen auftreten. PETA weist auch darauf hin, dass eine Vergiftungsgefahr für Tiere auf Feldern besteht, die nun gedüngt sind.

Fälle von grausamer Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus an der Universität Saarland dazu: „Geschätzte 80-90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

Tierquälerei ist eine Straftat nach Tierschutzgesetz §17 und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/tierqual
PETA.de/haustiere
PETA.de/staatsanwalt

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de