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Verkauf von „glücklichen“ Schweinen via Internet

 
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PETA kritisiert kläglichen Versuch, Tiermord als ethisch korrekt darzustellen

Stand Februar 2012
Berlin / Gerlingen, 20. Februar 2012 – Eine Vermarktungsidee der makabren Art stößt auf scharfe Kritik der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. „Damit die Wurst ein Gesicht bekommt“, lässt ein Berliner Unternehmer auf einem Bio-Hof Schweine von Geburt an filmen und Kunden via Internet darüber abstimmen, welches Tier geschlachtet werden soll. Mit dem Verkauf des verarbeiteten Fleisches, das käuflich erworben werden kann, möchte der Berliner die Sehnsucht „nach verantwortungsvollem Konsum“ bedienen. Doch PETA stellt klar: Ein ethisch korrekter Fleischkonsum ist ein Widerspruch in sich selbst.

„Unter dem Deckmantel einer ethisch korrekten Tierhaltung wird hier kläglich versucht, einen Markt zu etablieren, der sich jenseits der zunehmend kritisierten Intensivtierhaltung und deren mit Chemie vollgepumptem Billigfleisch behaupten soll“, so Sabine Weick, Ernährungswissenschaftlerin bei PETA. „Wenn es tatsächlich darum geht, eine ethische Entscheidung zu treffen, ist der Verzicht auf tierische Produkte und der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung unerlässlich.“

Allein in Deutschland müssen jedes Jahr über drei Milliarden Tiere für die Nahrungsmittelindustrie sterben. Schweine werden in kleinen Käfigen oder Ställen gehalten, oft so beengt, dass sie sich nicht einmal umdrehen können. Da die Beengtheit die wesentliche Ursache für Erkrankungen darstellt, werden die Tiere in der Intensivtierhaltung mit enormen Mengen Antibiotika behandelt. Nicht selten ist ihr „Futter“ mit Pestiziden belastet, die sich in ihren Körpern ansammeln und die beim Verzehr jener durch Menschen zu gesundheitlichen Schäden führen können.
Auch wenn das Bild, das der Berliner Unternehmer auf seiner Internetpräsenz mühsam vermitteln möchte, ein anderes ist und Schweine zeigt, die augenscheinlich unter den bestmöglichen Bedingungen gezüchtet werden: Einen gewaltlosen Tod gibt es auch für diese Tiere nicht. PETA weist ausdrücklich darauf hin, dass das Etikett „Bio-Fleisch“ ausschließlich dazu dient, das Gewissen der Konsumenten zu beruhigen.

Weitere Informationen:
www.peta.de/schlachthofbawue
www.peta.de/web/werbeluegen.5123.html

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de