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Versand lebender Hummer in einer Styroporbox – PETA erstattet Anzeige gegen Online-Händler aus Werdohl

 
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Stand Februar 2012
Werdohl (Nordrhein-Westfalen) / Gerlingen, 29. Februar 2012 – Weil ein Online-Händler aus Werdohl lebende Hummer in einer Styroporbox mit Eis an Privathaushalte liefert, hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Hagen erstattet. PETA wirft „Ulis Fischkiste” vor, mit dem Versand der Tiere gegen das Tierschutzgesetz, die Tierschutzschlachtverordnung und die Tierschutztransportverordnung zu verstoßen.

„Mehrere lebende Hummer in einer Styroporkiste quer durch Deutschland per Post zu transportieren ist Tierquälerei“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „Die angegebene Lieferzeit von 48 Stunden kann niemals garantiert werden. Die Tiere müssen möglicherweise dann auch noch weitere Stunden vor der Tür ausharren, bis der Kunde abends nach Hause kommt, oder sie werden tagelang im Kühlschrank gelagert.“

PETA weist auch darauf hin, dass der Händler mit seinem Angebot gegen das Tierschutzgesetz verstößt. Diesem zufolge „darf [man] die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden“. Und während die Tierschutztransportverordnung es verbietet, Hummer in einer Styroporbox zu transportieren, untersagt die Tierschutzschlachtverordnung das Aufbewahren lebender Krustentiere auf Eis.

PETA macht auch deutlich, dass Hummer genauso wie Menschen Schmerzen empfinden. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) attestierte den Tieren in einer Studie nicht nur Sinneswahrnehmungen, sondern auch ein Bewusstsein. Die Tötung durch das Einlegen in kochendes Wasser wird als „mit Schmerzen und Stress verbunden“ klassifiziert.

Weitere Informationen:
www.freiheit-fuer-hummer.de

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de
© U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration