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Verschwundene Kuh Anja wieder eingefangen: PETA fordert Lebenshof für frischgebackene Mutter aus Gaildorf

 
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Stand Dezember 2014
Gaildorf / Stuttgart, 3. Dezember 2014 – Mutter und Kind sollen leben: Im August diesen Jahres sorgte im Kreis Schwäbisch Hall eine Kuh für Schlagzeilen, die in den Wäldern bei Gaildorf umherirrte. „Anja“, wie PETA Deutschland e.V. das Tier nannte, war nach Angaben des Halters schon zum zweiten Mal ausgebrochen und damals im etwa fünften Monat schwanger. Nun sollen Anja und ihr inzwischen geborenes Kalb wieder auf dem Hof des Landwirts sein. Es ist davon auszugehen, dass beide dort wegen ihrer Milch oder wegen ihres Fleisches genutzt werden sollen. Die Tierrechtsorganisation fordert den Halter wie bereits im August nun erneut auf, einen Lebenshof zu finden, auf dem die Tiere ihr Leben weitestgehend selbstbestimmt verbringen und Anja ihr Kalb in Frieden großziehen darf.
 
„Die Rückkehr auf den landwirtschaftlichen Hof kommt für die mutige Kuh und ihr Kind einem Todesurteil gleich“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Sie werden voneinander getrennt und Anja muss immer wieder Kinder gebären, die ihr entrissen werden. Früher oder später finden sie wie Millionen Artgenossen in Deutschland nach einem entbehrungsreichen Leben den Tod im Schlachthaus.“
 
Nicht nur Anja, alle Kühe sind sehr intelligente Lebewesen mit einer ausgeprägten Persönlichkeit, die intensive soziale Bindungen eingehen. Als sogenannte Milchkühe jedes Jahr nach künstlicher Befruchtung ein Kalb zu gebären, das ihnen gleich wieder entrissen wird, ist für diese sensiblen Tiere eine Qual. Kühe leben normalerweise in einem starken Herdenverband und kümmern sich aufopfernd um ihren Nachwuchs. Die Milchindustrie degradiert sie zu reinen Milchlieferanten. Nicht das Wohl der Tiere, sondern die maximale Produktionsmenge steht im Mittelpunkt. So werden Kühe, die weit über 15 Jahre alt werden können, bereits nach 4 bis 5 Jahren getötet, wenn ihre Milchleistung nachlässt oder sie aufgrund der Haltungsbedingungen und Zucht krank werden.

Zudem ersticken jedes Jahr geschätzt 180 000 Kälber im Mutterleib, da ihre Mütter teilweise hochschwanger im Schlachthaus getötet werden. Meist sind dies sogenannte Milchkühe, die für den Landwirt unwirtschaftlich geworden sind und für deren Fleisch er noch etwas Geld einnehmen kann. Dabei wird häufig bewusst unterschlagen, dass es sich um schwangerer Kühe handelt.

Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, sondern jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.
 

Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Milch
PETA.de/Kühe
Veganstart.de
PETA.de/Schlachtung-schwangerer-Kühe
 

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 - 860 591 529, JanaF@peta.de