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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: PETA verklagt Nadine W. aus Hessen wegen Teilnahme an Angelwettbewerb „AngelMasters 2013“

 
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Stand Januar 2014
Kassel / Gerlingen, 29. Januar 2014 – Ärger für Teilnehmer an „Deutschlands größtem Angelwettbewerb“: Weil Nadine W. aus Hessen am Angelwettbewerb „AngelMasters 2013“ teilnahm, bei dem fast 11.000 Fische aus reinem Spaß gefangen wurden, hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun bei der Staatsanwaltschaft Kassel Strafanzeige gegen die Spaßanglerin erstattet. PETA wirft der Beanzeigten vor, gegen § 17 Nr. 1 des deutschen Tierschutzgesetzes verstoßen zu haben, demzufolge Tiere nicht ohne einen vernünftigen Grund getötet werden dürfen. Bilder im Internet zeigen, wie die Anglerin einen lebenden, bei Uttershausen gefangenen Fisch in die Kamera hält. Neben Nadine W., die den 3. Platz im „Raubfisch Cup“ der „AngelMasters 2013“ belegte, wurden auch die Veranstalter und weitere rund 4.000 Teilnehmer angezeigt.

„Fische sind kein Spielzeug“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „PETA wird so lange Strafanzeige gegen Wettangel-Teilnehmer erstatten, bis diese tierverachtenden Wettbewerbe nicht mehr stattfinden.“
Ende Januar 2014 erhielt PETA von der Staatsanwaltschaft Augsburg einen Bescheid, der auf die Rechtswidrigkeit von Wettfischen hinweist: „Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Durchführung eines Wettfischens – gerade bei der gleichzeitigen Auslobung von Preisen – objektiv ein Vergehen der Tierquälerei iSd. § 17 Nr. 1 TierSchG darstellt.“ Bei den „AngelMasters“ werden 12 Monate lang möglichst große bzw. schwere Fische von den Teilnehmern gefangen und mit entsprechendem Nachweisfoto gemeldet. Je größer der Fisch, desto mehr Punkte erreicht der Angler. Am Ende des Jahres werden die Bestplatzierten ermittelt und in der Zeitschrift Blinker vorgestellt.

Zwei neue Gutachten der Schweizer Eidgenössischen Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich (EKAH) befassen sich intensiv mit der Kognition und dem Bewusstsein von Fischen. Die Verfasser, Philosoph Markus Wild und Biologe Helmut Segner, belegen, dass Fische Schmerzen empfinden, ein Bewusstsein haben, lernfähig sind und kooperieren können. Weiterhin weist ihr Hirn zahlreiche Übereinstimmungen mit dem Gehirn von Säugetieren auf.

Fische gehören ins Wasser und nicht auf den Teller. Tierfreunde, die dennoch in den Genuss des „fischigen“ Geschmacks kommen möchten, können sich an PETAs veganen Fisch-Rezepten erfreuen.

Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, sie bewahren auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.


Weitere Informationen:
Fischen-tut-weh.de
PETA.de/Visch-Rezepte

Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de