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Verwahrloste Pferde in Pößneck: Veterinäramt greift nach PETA-Anzeige durch

Stand Januar 2013
Pößneck (Saale-Orla-Kreis) / Gerlingen, 17. Januar 2013 – Unbeschnittene Hufe, angeschwollene Fesselgelenke und deutliche Anzeichen einer Unterernährung: Von einem aufmerksamen Tierfreund wurde PETA Deutschland e.V. im vergangenen September über den Fall einer verantwortungslosen Pferdehaltung im thüringischen Pößneck informiert. Die Tierrechtsorganisation setzte daraufhin das zuständige Veterinäramt Saale-Orla-Kreis über die Missstände in Kenntnis. Und sofort wurde die Behörde aktiv: Sie erteilte die notwendigen Auflagen und führt seitdem regelmäßige Kontrollen auf der Pferdekoppel durch. Für die beiden Wallache, die nun auch ganztägigen Auslauf haben, wurde ein Futterplan erstellt. Zudem ließ das Veterinäramt im Rahmen einer tierärztlichen Behandlung Wurmkuren durchführen. PETA bedankt sich für den effektiven Einsatz des Amtes und ermutigt alle Menschen dazu, Vernachlässigung, Misshandlung und Quälerei von Tieren umgehend den zuständigen Behörden zu melden.

„Als wir von dem Fall erfuhren, haben wir sofort erkannt, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt“, so Kathrin Eva Schmid, Recherche-Koordinatorin bei PETA. „Die Behörde hat schnell reagiert und dafür gesorgt, dass die beiden Pferde nun unter wesentlich besseren Bedingungen gehalten werden.“

Meldungen über Missstände wie diesen erhält PETA beinahe täglich. Sollten auch Sie Zeuge von Grausamkeiten an Tieren werden, gilt Folgendes zu beachten:

1. Finden Sie als Erstes die Adresse und Telefonnummer der in Ihrer Stadt für den Tierschutz zuständigen Vereine und Behörden heraus und bitten Sie diese um Mithilfe.

2. Legen Sie den Zuständigen eine präzise, schriftliche Aussage darüber vor, was Sie gesehen haben – falls möglich, legen Sie auch Fotos bei. Machen Sie sich immer genaue Notizen zu den Kontaktpersonen und zum Gesprächsverlauf. Geben Sie niemals ein Schreiben oder Dokument weiter, ohne eine Kopie für die eigenen Akten angefertigt zu haben. Bringen Sie immer zum Ausdruck, dass Sie auf die konsequente Verfolgung des Falls bestehen.

3. Bleiben alle eventuellen Bemühungen der Zuständigen ohne zufriedenstellendes Ergebnis, wenden Sie sich mit dem Anliegen an deren Vorgesetzte.

Falls Sie persönlich Zeuge eines Aktes von Grausamkeit an Tieren waren, können Sie sich auch an Ihre örtliche Polizeistation wenden und direkt Anzeige gegen die betreffenden Tierquäler erstatten.

Unterernährte Körper, angeschwollene Fesselgelenke: Die Wallache in Pößneck / © Privat / Die Bilder sind auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.