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Veterinäramt beendet erhebliches Leiden von Schafen in Zeulenroda - PETA: Jeder Hinweis kann Tierleben retten

 
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Stand April 2012
Zeulenroda / Gerlingen, 4. April 2012 – Nachdem PETA Deutschland e.V. durch einen Tierfreund auf eine tierquälerische Haltung von Schafen im thüringischen Zeulenroda aufmerksam gemacht worden war, setzte die Tierrechtsorganisation das zuständige Veterinäramt darüber in Kenntnis, das daraufhin entsprechende Auflagen erteilte. Aussagekräftigem Bildmaterial zufolge wurden den Schafen über einen langen Zeitraum hinweg keine Klauen geschnitten, was dazu führte, dass sich die Tiere nur noch humpelnd und unter Schmerzen fortbewegen konnten. Mit Hinblick auf den positiven Ausgang des Falls ermutigt PETA alle tierlieben Menschen dazu, Vernachlässigung, Misshandlung und Quälerei von Tieren entweder der Organisation oder den zuständigen Behörden umgehend zu melden. Zahllosen Tieren kann auf diese Weise das Leben gerettet werden.

„Uns wurden Fotos vorgelegt, auf denen eindeutig zu erkennen war, dass die Schafe unter extremem Klauenwachstum, sogenannten Schnabelklauen, litten“, berichtet Christine Esch, Kampagnenleiterin und Tierärztin bei PETA. „Dazu kommt es, wenn die Tiere auf sehr weichem Boden gehalten werden und die regelmäßig erforderliche Klauenpflege über einen sehr langen Zeitraum komplett ausbleibt. Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass die Schafe dadurch in ihren natürlichen Bewegungsabläufen erheblich eingeschränkt waren und vermutlich kaum noch normal auftreten konnten.“

Nachdem der unverantwortliche Tierhalter auf die mangelhafte Klauenpflege seiner Tiere von dem zuständigen Veterinäramt Landkreis Greiz hingewiesen worden war, lenkte er ein und ließ ihnen schließlich die Klauen kürzen. PETA bedankt sich für bei dem Amt für dessen schnelles Durchgreifen und den effektiven Einsatz vor Ort.

Meldungen über Missstände wie diesen erhält PETA beinahe täglich. Sollten auch Sie Zeuge von Grausamkeiten an Tieren werden, gilt Folgendes zu beachten: Finden Sie als erstes die Adresse und Telefonnummer der in Ihrer Stadt für den Tierschutz zuständigen Vereine und Behörden heraus und bitten Sie diese um Mithilfe. Legen Sie den Zuständigen eine präzise, schriftliche Aussage darüber vor, was Sie gesehen haben – falls möglich, legen Sie auch Fotos bei. Machen Sie sich immer genaue Notizen zu den Kontaktpersonen und zum Gesprächsverlauf. Geben Sie niemals ein Schreiben oder Dokument weiter, ohne eine Kopie für die eigenen Akten angefertigt zu haben. Bringen Sie immer zum Ausdruck, dass Sie auf die konsequente Verfolgung des Falls bestehen. Bleiben alle eventuellen Bemühungen der Zuständigen ohne zufriedenstellendes Ergebnis, wenden Sie sich mit dem Anliegen an deren Vorgesetzte.

Falls Sie persönlich Zeuge eines Aktes von Grausamkeit an Tieren waren, können Sie sich auch an Ihre örtliche Polizeistation wenden und direkt Anzeige gegen die betreffenden Tierquäler erstatten.

 

Schnabelklauen bei den Schafen in Zeulenroda © PETA / Das Bild ist auf Anfrage in höherer Auflösung erhältlich

 

Weitere Informationen:
www.peta.de/web/wenn_sie_zeuge.989.html

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de