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Video: Beagles, Golden Retriever und andere Hunde für qualvolle Experimente in französischem Labor missbraucht – PETA fordert Ende der Versuche

 
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Stand Dezember 2016
Maisons-Alfort (Val-de-Marne), Frankreich / Stuttgart, 1. Dezember 2016 – In der Nationalen Tiermedizinischen Hochschule in Alfort werden Hunde im Rahmen von Muskeldystrophietests gezielt auf schmerzhafte Muskelrückbildungen und -verfall gezüchtet. Dies zeigen aktuelle Videoaufnahmen, die PETA France von der französischen Tierrechtsorganisation Animal Testing zur Verfügung gestellt wurden. Muskeldystrophie (MD) zerstört den Körper: Die Hunde leiden unter Schwäche und Lähmungen und haben große Schwierigkeiten, selbstständig zu gehen, zu schlucken und sogar zu atmen. Berichten zufolge sind einige von ihnen bereits vor ihrem sechsten Lebensmonat vollständig gelähmt, rund die Hälfte der an MD erkrankten Tiere wird keine zehn Monate alt. PETA Deutschland appelliert gemeinsam mit ihren Schwesterorganisationen an die französische Hilfsorganisation AFM-Téléthon, diese Experimente nicht mehr zu finanzieren und stattdessen in moderne tierfreie Forschungsprojekte zu investieren. Außerdem fordert PETA die Nationale Tiermedizinische Hochschule Alfort auf, fortan auf humane Forschungsmethoden zu setzen. Die Versuche verursachen nicht nur großes Leid bei den Tieren, sondern sind auch unwissenschaftlich: Ergebnisse, die bei Experimenten an Tieren gewonnen werden, sind nicht risikolos auf den Menschen übertragbar.
 
„Die jahrzehntelange ‚Forschung’ an Generationen geschwächter, leidender Hunde konnte kein Heilmittel oder auch nur eine Behandlungsmethode gegen Muskeldystrophie beim Menschen hervorbringen“, so Stephanie Kowalski, Tierärztin und Fachreferentin gegen Tierversuche bei PETA Deutschland. „PETA fordert die sofortige Einstellung dieser grausamen Experimente und eine stärkere Förderung vielversprechender tierfreier Forschungsmethoden.“
 
Die Videoaufnahmen aus dem Labor der Alforter Hochschule zeigen schwer kranke Tiere. Das Gesicht eines Hundes ist mit Erbrochenem bedeckt, weil er aufgrund seiner geschwächten Speiseröhrenmuskulatur nicht mehr richtig schlucken kann. Andere Tiere haben so schwache Kiefermuskeln, dass ihnen der Speichel aus dem Mund läuft. Da sie nicht mehr selbstständig essen können, müssen einige Hunde künstlich durch Magensonden ernährt werden. Ein Labormitarbeiter gibt zu, dass das Leid der Tiere immens sei und er nicht mit ihnen tauschen wolle. Ein Verantwortlicher des Labors konstatiert, dass Téléthon sicherlich Spenden einbüßen würde, wenn die Öffentlichkeit die Tiere zu sehen bekäme.
 
Es ist problematisch, die Ergebnisse von Tierversuchen auf den Menschen zu übertragen, da sich Tiere und Menschen in ihrer Anatomie, Physiologie und den Lebensumständen stark voneinander unterscheiden. In der tierfreien Forschung hingegen werden mit hochmoderner Technik mittlerweile eine ganze Reihe vielversprechender Ansätze entwickelt. So wird z. B. versucht, mit Zellen von Patienten, die an der besonders aggressiven Muskeldystrophie Duchenne erkrankt sind, neue Therapiemethoden zu entwickeln; eine weitere Möglichkeit ist die Züchtung gesunder menschlicher Muskelzellen, die MD-Patienten transplantiert werden könnten.
 
  
Bild 1: Durch die Muskeldystrophie sind einige Tiere so geschwächt, dass sie nicht mehr selbstständig gehen können. / © PETA France / Animal Testing
Bild 2: Hunden mit geschwächter Kiefermuskulatur läuft der Speichel aus dem Mund. / © PETA France / Animal Testing
Bild 3: Das Gesicht eines Hundes, der nicht mehr schlucken kann, ist mit Erbrochenem bedeckt. / © PETA France / Animal Testing
Bild 4: Ihr kurzes Leben verbringen die Tiere eingesperrt im Labor. Viele werden nicht einmal 10 Monate alt. / © PETA France / Animal Testing
 
Die Bilder stehen hier, hier, hier und hier zum Download bereit.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Hundelabor-Frankreich
PETA.de/Tierversuche
tiernahrung.peta.de
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de